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Black Cube bestätigt verdeckten Einsatz auf Zypern gegen Korruption

Das israelische Geheimdienstunternehmen Black Cube räumt seine Beteiligung an einem Skandalvideo ein, das Zyperns Präsidentenberater zu Fall brachte.

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Black Cube bestätigt verdeckten Einsatz auf Zypern gegen Korruption

Das israelische Unternehmen Black Cube hat seine Beteiligung an einem verdeckten Einsatz auf Zypern bestätigt. Ein im Internet veröffentlichtes Video hatte im Januar einen engen Berater des zyprischen Präsidenten Nikos Christodoulides zu Fall gebracht. Das achtminütige Video zeigte den Berater bei Gesprächen über Investitionsprojekte auf der Insel.

In dem Video war zudem ein Geschäftsmann zu sehen, der andeutete, direkten Zugang zu Präsident Christodoulides zu haben. Außerdem war ein ehemaliger Minister zu hören, der darüber sprach, wie Spenden an die Regierung geleistet werden könnten. Alle im Video gezeigten Personen haben jegliches Fehlverhalten bestritten.

Black Cube: „Stolz" auf Aufdeckung von Korruption

In einer Erklärung gegenüber zyprischen Medien, die auch an die Nachrichtenagentur Reuters übermittelt wurde, erklärte Black Cube, man sei „stolz" darauf, „Korruption" aufgedeckt und dazu beigetragen zu haben, ein saubereres Geschäftsumfeld auf der Insel zu fördern. Das Unternehmen teilte zudem mit: „Black Cube steht mit den zyprischen Behörden in Kontakt und ist zuversichtlich, dass diese die Wahrheit ans Licht bringen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen werden." Auf eine Anfrage von Reuters zu seinen Auftraggebern reagierte das Unternehmen hingegen nicht.

Black Cube gab an, in jedem Land, in dem das Unternehmen tätig ist, Rechtsberatung einzuholen, um die Rechtmäßigkeit seiner Aktivitäten zu gewährleisten. Eine Stellungnahme der zyprischen Regierung lag zunächst nicht vor. Die Beteiligung des Unternehmens wurde am Freitag zuerst von der zyprischen Zeitung Politis publik gemacht.

Hintergrund: Black Cube und der Fall Harvey Weinstein

Black Cube wurde 2011 von Veteranen israelischer Geheimdiensteinheiten gegründet. Internationale Bekanntheit erlangte das Unternehmen im Jahr 2017, als es sich für verdeckte Operationen im Auftrag des Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein entschuldigte. Weinstein war von mehr als 50 Frauen der sexuellen Belästigung beschuldigt worden. Weinstein selbst bestreitet jegliche Übergriffe oder nicht einvernehmlichen Geschlechtsverkehr.

Das Unternehmen steht auch in anderen europäischen Ländern im Fokus. Im März beschuldigte der slowenische Ministerpräsident Robert Golob „ausländische Dienste", sich in die Wahlen des Landes eingemischt zu haben. Vorausgegangen war ein Bericht einer Nichtregierungsorganisation, wonach Führungskräfte von Black Cube Slowenien im Dezember besucht hatten.

Politische Brisanz für Zypern

Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die politische Lage in Zypern, einem EU-Mitgliedstaat, der als wichtiger Finanzplatz im östlichen Mittelmeer gilt. Die Frage, wer Black Cube für den Einsatz auf der Insel beauftragt hat, bleibt bislang unbeantwortet. Für deutsche Anleger und Unternehmen mit Interessen in Zypern unterstreicht der Vorfall die Risiken, die mit intransparenten politischen Netzwerken in kleinen EU-Staaten verbunden sein können.

Die Affäre zeigt einmal mehr, dass private Geheimdienstfirmen wie Black Cube zunehmend in politisch sensible Vorgänge innerhalb Europas involviert sind. Ob und welche rechtlichen Konsequenzen der Einsatz auf Zypern nach sich zieht, bleibt abzuwarten.

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