Bitcoin fällt nach Binance-Hack zurück, Morgan Stanley senkt Coinbase-Ziel
Der Bitcoin-Kurs rutscht am Montag erneut Richtung Freitagstief, während Coinbase nach einer Morgan-Stanley-Abwertung weiter verliert.

Der Bitcoin-Kurs ist am Montagnachmittag wieder in Richtung der Tiefststände gerutscht, die die Kryptowährung bereits am Freitag im Zuge der Krise erreicht hatte. Auslöser ist ein Diebstahl bei der Kryptowährungsbörse Binance in Höhe von 6,3 Milliarden Dollar, den das FBI inzwischen als Werk eines nordkoreanischen Hackers bestätigt hat. Für deutsche Anleger bedeutet das: Die Erholung, auf die viele nach dem ersten Schock gehofft hatten, ist bislang ausgeblieben.
Parallel geriet die Aktie von Coinbase Global (COIN) unter Druck. Der weltweit größte Bitcoin-Custodian startete mit einem Kursverlust in die Sitzung und fiel weiter, nachdem Morgan Stanley das Unternehmen abgewertet und das Kursziel für die COIN-Aktie deutlich gesenkt hatte. Die Krise trifft damit nicht nur den Kryptomarkt selbst, sondern auch die börsennotierten Unternehmen, die an ihm verdienen.
Der Binance-Hack ist der größte bekannte Angriff der Krypto-Geschichte
Bei dem Vorfall handelt es sich um den bislang größten Angriff auf eine Digitalwährungsbörse überhaupt. Betroffen sind nach aktuellen Schätzungen Werte von rund 6,3 Milliarden Dollar, umgerechnet etwa 5,6 Milliarden Euro. Binance hatte als unmittelbare Reaktion vorübergehend sämtliche Ein- und Auszahlungen gestoppt und zugleich versichert, dass die Bestände der Nutzer sicher seien. Rund drei Milliarden Dollar an Digitalwährungen konnten eingefroren werden.
Die Börse hat inzwischen zugesagt, sämtliche Verluste ihrer Nutzer zu ersetzen. Das Ausmaß des Schadens beziffert das Unternehmen auf 6,3 Milliarden Dollar. Rund die Hälfte der gestohlenen Vermögenswerte konnte nach Angaben von Binance bereits eingefroren werden – dies gelang mithilfe von Partnern. Um die offenen Positionen zu decken, hat Binance nach eigenen Angaben mehr als sechs Milliarden Dollar eigener Mittel zurückgelegt und stellt zusätzlich rund 6,34 Milliarden Dollar aus eigenen Beständen zur Deckung bereit. Woher diese Gelder stammen, teilte Binance nicht mit.
Bitcoin, Ether und BNB gerieten am Freitag deutlich unter Druck
Der Schock vom Freitag schlug sich unmittelbar in den Kursen nieder. Die weltweit größte Kryptowährung Bitcoin verlor 2,8 Prozent und notierte bei 78.489,73 Dollar. Auch andere große digitale Vermögenswerte gerieten unter Druck: Ether, die zweitgrößte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung, sank um 3,8 Prozent auf 2.242,90 Dollar. Das native Token der Börse, BNB, brach um 3,5 Prozent auf 717,4 Dollar ein.
Dem allgemeinen Verkaufsdruck trotzte hingegen das HYPE-Token von Hyperliquid, das um 17 Prozent zulegte. Der Vorfall gilt als der mit Abstand größte Einbruch in der Geschichte der Krypto-Branche. Für Anleger ist dabei besonders relevant, dass der Angriff nicht eine einzelne Währung traf, sondern das Vertrauen in die Verwahrung digitaler Werte insgesamt.
aktien.news berichtete bereits mehrfach über den Binance-Hack
Bereits am 30.10.2026 berichtete aktien.news, dass die weltweit größte Kryptobörse Binance Ziel einer milliardenschweren Cyberattacke geworden war. Damals hieß es, betroffen seien nach aktuellen Schätzungen Werte von rund 6,3 Milliarden Dollar, umgerechnet etwa 5,6 Milliarden Euro, und es handele sich nach Einschätzung von Fachleuten um den bislang größten Angriff auf eine Digitalwährungsbörse überhaupt. Binance stoppte damals vorübergehend sämtliche Ein- und Auszahlungen, rund drei Milliarden Dollar an Digitalwährungen konnten eingefroren werden, und das Unternehmen sagte zu, etwaige Verluste aus eigenen Mitteln auszugleichen.
Ebenfalls am 30.10.2026 meldete aktien.news, dass Bitcoin am Freitag nach dem Hack in Höhe von 6,3 Milliarden Dollar gefallen war. Die weltweit größte Kryptowährung verlor 2,8 Prozent und notierte bei 78.489,73 Dollar, Ether sank um 3,8 Prozent auf 2.242,90 Dollar, und das native Token der Börse, BNB, brach um 3,5 Prozent auf 717,4 Dollar ein. Das HYPE-Token von Hyperliquid legte dagegen um 17 Prozent zu.
Am 31.10.2026 berichtete aktien.news, dass Binance nach dem milliardenschweren Hackerangriff zugesagt hatte, sämtliche Verluste ihrer Nutzer zu ersetzen. Das Ausmaß des Schadens bezifferte das Unternehmen auf 6,3 Milliarden Dollar, rund die Hälfte der gestohlenen Vermögenswerte konnte bereits eingefroren werden. Um die offenen Positionen zu decken, legte Binance mehr als sechs Milliarden Dollar eigener Mittel zurück und stellte zusätzlich rund 6,34 Milliarden Dollar aus eigenen Beständen bereit.
Ebenfalls am 31.10.2026 berichtete aktien.news, dass der rekordverdächtige Hack bei Binance Anleger eindringlich an die Risiken erinnert, die sie eingehen, wenn sie einer Firma das Halten ihrer digitalen Token anvertrauen. Rund drei Milliarden Dollar der betroffenen Vermögenswerte wurden auf Blockchain-Netzwerken eingefroren, und die Börse gab an, mit der Rückgewinnung einiger dieser Mittel begonnen zu haben. Laut dem Unternehmen deuteten die ersten Ermittlungen darauf hin, dass Hacker Zugang zu den Auszahlungssystemen erlangt hatten.
Der Fall zeigt deutschen Anlegern das Gegenparteirisiko von Krypto-Börsen
Für Anleger in Deutschland zeigt der Fall vor allem eines: Wer digitale Token bei einer Börse verwahrt, trägt ein Gegenparteirisiko. Fällt die Plattform einem Angriff zum Opfer, hängt die Rückerstattung maßgeblich davon ab, ob das Unternehmen über ausreichend eigene Mittel verfügt und ob gestohlene Werte auf der Blockchain eingefroren werden können. Binance hat beides zugesagt, doch die Herkunft der bereitgestellten Gelder bleibt offen.
Hinzu kommt die regulatorische Dimension. Dass das FBI den Diebstahl inzwischen einem nordkoreanischen Hacker zuschreibt, unterstreicht, dass Krypto-Angriffe längst Teil staatlich unterstützter Aktivitäten sind. Für Privatanleger bedeutet das, die Sicherheitsarchitektur einer Börse stärker zu gewichten als kurzfristige Renditeversprechen. Eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung lässt sich daraus nicht ableiten.
Auch die Abwertung von Coinbase durch Morgan Stanley zeigt, wie stark die Bewertung börsennotierter Krypto-Unternehmen an das Vertrauen in den gesamten Markt gekoppelt ist. Ein einzelner Vorfall bei einem Wettbewerber kann den Kurs des größten Bitcoin-Custodians belasten, selbst wenn dieser nicht direkt betroffen ist.
Binance hat mit der Rückgewinnung eingefrorener Mittel begonnen
Binance hat nach eigenen Angaben mit der Rückgewinnung einiger der eingefrorenen Mittel begonnen. Das Unternehmen will sämtliche Verluste seiner Nutzer ersetzen und hat dafür eigene Mittel zurückgelegt. Ob und wann die vollständige Rückerstattung abgeschlossen ist, teilte Binance nicht mit. Ebenso offen bleibt, ob die Mittel aus dem operativen Geschäft stammen.
Auf der Ermittlungsseite hat das FBI den Diebstahl inzwischen als Werk eines nordkoreanischen Hackers bestätigt. Weitere Angaben zu möglichen Tätern oder zum weiteren Verfahrensgang liegen nicht vor. Für den Markt bleibt damit vor allem die Frage, wie schnell sich das Vertrauen der Anleger in die Verwahrung digitaler Werte wieder stabilisiert.
Drei Fachbegriffe helfen beim Verständnis des Vorfalls
- Custodian: Ein Custodian ist ein Verwahrer, der digitale Vermögenswerte im Auftrag seiner Kunden sichert und aufbewahrt.
- Blockchain: Eine Blockchain ist ein dezentrales, fälschungssicheres Register, in dem Transaktionen dauerhaft und für alle nachvollziehbar festgehalten werden.
- Kursziel: Ein Kursziel ist die Prognose einer Bank, welchen Preis eine Aktie innerhalb eines bestimmten Zeitraums erreichen sollte.
