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Berkshire, Nvidia und Intuitive Surgical: Drei Aktien für 20 Jahre

Ein Motley-Fool-Autor nennt drei Aktien, die er unabhängig von Marktschwankungen zwei Jahrzehnte lang halten will.

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Berkshire, Nvidia und Intuitive Surgical: Drei Aktien für 20 Jahre

Welche Aktien würde man selbst bei einem Börsencrash niemals verkaufen? Ein Autor des US-Finanzportals Motley Fool hat sein Depot durchforstet und drei Titel identifiziert, denen er über die nächsten 20 Jahre bedingungslos vertraut. Die Auswahl fiel auf Berkshire Hathaway, Intuitive Surgical und Nvidia – drei sehr unterschiedliche Unternehmen mit einem gemeinsamen Merkmal: langfristiges Wachstumspotenzial kombiniert mit starker Marktstellung.

Ausdrücklich berücksichtigt der Autor dabei die Möglichkeit eines Börsencrashs oder einer Korrektur in den nächsten ein bis zwei Jahren. Angesichts der starken Kursgewinne der vergangenen Jahre, steigender Inflation und globaler Unruhen wäre ein solcher Rückschlag keine Überraschung. Dennoch gilt: Kurzfristige Marktbewegungen lassen sich nicht zuverlässig vorhersagen.

1. Berkshire Hathaway: Stabilität durch Diversifikation

Berkshire Hathaway steht an erster Stelle – und das aus gutem Grund. Das Konglomerat von Starinvestor Warren Buffett vereint eine Vielzahl von Geschäftsbereichen unter einem Dach: Versicherungen, Hausbau, Schmuck, Transport, Energie und sogar die Eiscreme-Kette Dairy Queen International. Hinzu kommen bedeutende Beteiligungen an anderen Unternehmen, darunter 22 Prozent an American Express und 9 Prozent an Coca-Cola.

Besonders attraktiv für sicherheitsorientierte Anleger ist das Beta der Aktie von 0,62. Das bedeutet: Bewegt sich der Gesamtmarkt um 10 Prozent nach oben oder unten, folgt Berkshire im Durchschnitt nur mit 6,2 Prozent. Diese Stabilität macht den Titel zu einem verlässlichen Anker im Depot. Zwar hat Buffett den CEO-Posten im Jahr 2026 abgegeben, doch sein Nachfolger Greg Abel ist ein langjähriger Berkshire-Manager, der die Unternehmenskultur und den langfristigen Fokus fortführen will.

2. Intuitive Surgical: Wiederkehrende Einnahmen im Wachstumsmarkt

Intuitive Surgical ist der unangefochtene Marktführer bei robotergestützten Chirurgiesystemen. Weltweit sind mehr als 12.000 der kostenintensiven Systeme installiert, der Marktwert des Unternehmens beläuft sich auf rund 151 Milliarden US-Dollar. Im ersten Quartal stieg die Anzahl der durchgeführten Eingriffe im Jahresvergleich um 17 Prozent, der Umsatz legte um 23 Prozent zu.

Was das Geschäftsmodell besonders attraktiv macht: Intuitive Surgical verdient den Großteil seiner Einnahmen nicht durch den Verkauf der teuren Systeme selbst, sondern durch Serviceverträge sowie den Verkauf von Zubehör und Verbrauchsmaterialien. Diese wiederkehrenden Einnahmen sorgen für Planbarkeit und Stabilität. Bewertungstechnisch erscheint die Aktie derzeit günstig: Das Forward-KGV liegt bei 44 – deutlich unter dem Fünfjahresdurchschnitt von 55. Die Aktie hat in den vergangenen zehn Jahren durchschnittliche jährliche Gewinne von 19,5 Prozent erzielt, notiert aber aktuell (Stand: 4. Juni) rund 25 Prozent unter dem Vorjahresniveau – unter anderem wegen Bedenken über den Einfluss von Künstlicher Intelligenz auf das Unternehmen.

3. Nvidia: KI-Boom treibt Rekordumsätze

Nvidia ist der Börsenliebling der KI-Ära – und das mit beeindruckenden Zahlen. Im ersten Quartal erzielte das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 81,6 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 85 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Umsatz im Bereich Rechenzentren erreichte mit 75,2 Milliarden US-Dollar einen neuen Rekordwert – ein Anstieg von 92 Prozent im Jahresvergleich.

Nvidia liefert die Chips, die in unzähligen Rechenzentren die KI-Verarbeitung ermöglichen. Da große Technologiekonzerne hunderte Milliarden US-Dollar in Rechenzentren investieren, ist Nvidia für anhaltenden Erfolg positioniert. Zusätzlich erschließt das Unternehmen neue Wachstumsfelder, etwa mit dem Eintritt in den CPU-Markt mit einem neuen Chip. Trotz des atemberaubenden Wachstumstempos – die Aktie erzielte im letzten Jahrzehnt durchschnittliche jährliche Zuwächse von 69 Prozent – wirkt die Bewertung nicht übertrieben: Das Forward-KGV liegt bei 26 und damit deutlich unter dem Fünfjahresdurchschnitt von 36.

Alle drei Aktien eint die Überzeugung des Autors, dass starkes Management, klare Wettbewerbsvorteile und robuste Geschäftsmodelle auch über Marktzyklen hinweg langfristig Wert schaffen. Anleger, die ähnliche Überlegungen anstellen, sollten jeden dieser Titel jedoch sorgfältig auf die eigene Anlagestrategie und Risikobereitschaft prüfen.

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