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Berkshire Hathaway baut 4-Prozent-Beteiligung an Bending Spoons auf

Berkshire investiert 330 Millionen Dollar in den Mailänder Software-Erwerber – Aktie schießt um 38 Prozent nach oben.

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Berkshire Hathaway baut 4-Prozent-Beteiligung an Bending Spoons auf

Die Aktien von Bending Spoons sind am Mittwoch deutlich gestiegen, nachdem bekannt wurde, dass Berkshire Hathaway einen Anteil von rund 4 Prozent an dem seriellen Erwerber von Digital-Abonnement- und Softwareunternehmen aufgebaut hat. Die Kurse schossen in der späten Vormittagshandelsphase um 38 Prozent auf 52,36 Dollar in die Höhe. Das in Mailand ansässige Unternehmen gab an, dass Berkshire eine neue Investition in Höhe von 330 Millionen Dollar getätigt hat – nachdem bereits 600 Millionen Dollar in den Börsengang im Juli geflossen waren.

Die neueste Investition von Berkshire erfolgte allerdings zu einem erheblichen Abschlag. Bending Spoons teilte mit, dass das Konglomerat aus Omaha 10 Millionen Aktien zum Preis von 33 Dollar pro Stück im Rahmen einer privaten Platzierung erwirbt. Dieser Preis liegt nahezu 13 Prozent unter dem Schlusskurs vom Dienstag von 37,86 Dollar. Für Anleger, die den jüngsten Kurssprung von 38 Prozent verfolgen, ist diese Diskrepanz ein wichtiger Hinweis auf die Bewertungsdynamik rund um den Einstieg eines prominenten Großinvestors.

Bending Spoons setzt auf weitere Zukäufe

Bending Spoons hat in den vergangenen Jahren eine Reihe verblasster Tech-Unternehmen übernommen, darunter AOL, Evernote und Vimeo. Das Geschäftsmodell des Unternehmens besteht darin, etablierte Digitalmarken mit Abonnement- und Softwarefokus zu erwerben und deren Profitabilität neu auszurichten. Laut eigenen Angaben plant Bending Spoons, die frischen Mittel von Berkshire für weitere Akquisitionen einzusetzen. Der Zufluss von Kapital eines so renommierten Investors dürfte dem Unternehmen zusätzliche Schlagkraft bei künftigen Übernahmen verleihen.

Für deutsche Anleger ist der Vorgang in mehrfacher Hinsicht interessant. Zum einen zeigt er, wie Berkshire Hathaway unter neuer Führung seine Strategie ausrichtet. Zum anderen verdeutlicht er das anhaltende Interesse großer Investoren an Konsolidierungen im Software- und Abonnementgeschäft – einem Sektor, der auch in Europa zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Greg Abel gestaltet das Portfolio neu

Greg Abel hat Anfang des Jahres das Ruder bei Berkshire Hathaway von dem legendären Investor Warren Buffett übernommen. Seither gestaltet er das massive Anlageportfolio des Konglomerats aus Omaha, Nebraska, neu. Ein sichtbares Zeichen dafür ist der Erwerb von Aktien im Wert von 17 Milliarden Dollar beim Google-Mutterkonzern Alphabet im zweiten Quartal. Der Einstieg bei Bending Spoons fügt sich in dieses Muster einer aktiveren Neuausrichtung des Portfolios ein.

Die Reaktion des Marktes auf die Nachricht fiel eindeutig aus: Ein Kursanstieg von 38 Prozent auf 52,36 Dollar unterstreicht, welches Gewicht Marktteilnehmer einem Investment von Berkshire Hathaway beimessen. Gleichzeitig bleibt festzuhalten, dass der Einstiegspreis von 33 Dollar je Aktie deutlich unter dem aktuellen Handelsniveau liegt – ein Umstand, der die Verhandlungsposition von Berkshire bei der privaten Platzierung widerspiegelt.

Ob sich die jüngste Kursrally als nachhaltig erweist, hängt maßgeblich davon ab, wie Bending Spoons die zusätzlichen Mittel einsetzt und ob weitere Zukäufe den Wachstumskurs stützen können. Klar ist: Mit Berkshire Hathaway als Ankerinvestor hat das Unternehmen einen prominenten Partner gewonnen, der ihm Türen für künftige Transaktionen öffnen dürfte.

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