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Barclays nennt die besten Power-as-a-Service-Aktien für KI

Barclays identifiziert acht Unternehmen, die vom billionenschweren KI-Infrastrukturausbau profitieren und Rechenzentren mit Strom versorgen.

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Barclays nennt die besten Power-as-a-Service-Aktien für KI

Die Investmentbank Barclays hat acht sogenannte Power-as-a-Service (PaaS)-Unternehmen identifiziert, die optimal positioniert sind, um den massiven Energiebedarf des KI-Booms zu decken. Hintergrund: Die Ausgaben für KI-Infrastruktur von westlichen Hyperscalern und KI-Laboren könnten bis zu ihrem Höchststand im Jahr 2028 die Marke von einer Billion US-Dollar überschreiten. Die jährlichen Ausgaben könnten dabei potenziell 300 Milliarden US-Dollar über den aktuellen Konsensschätzungen der Analysten liegen.

Der Nachfrageschub resultiert laut Barclays aus dem starken Wachstum der Investitionsausgaben (CapEx) der großen Hyperscaler wie Amazon, Microsoft und Google. Erwartet wird zudem, dass rekursive Selbstverbesserungsprozesse den Bedarf an KI-Training bis 2028 weiter antreiben könnten. Die identifizierten Unternehmen sichern sich bereits Multi-Gigawatt-Verträge, um sogenannte Behind-the-Meter-Stromlösungen direkt für Rechenzentren zu liefern – also Energieversorgung, die am Verbrauchsort selbst erzeugt wird und das öffentliche Stromnetz umgeht.

Die acht „Schaufelverkäufer" des KI-Zeitalters

An erster Stelle nennt Barclays die Williams Company, ein Energieinfrastrukturunternehmen, das Behind-the-Meter-Stromprojekte für Rechenzentren im Umfang von rund 7 Milliarden US-Dollar durchführt. Williams hat zudem eine 5-Gigawatt-Vereinbarung mit Siemens Energy über verschiedene Turbinentypen geschlossen. Berichten zufolge befindet sich das Unternehmen in fortgeschrittenen Gesprächen über die Übernahme von Momentum Midstream für etwa 5,5 Milliarden US-Dollar.

Auf Platz zwei steht Halliburton, der bekannte Ölfelddienstleister, der eine strategische Zusammenarbeit mit VoltaGrid vereinbart hat, um modulare Erdgaskraft für Rechenzentren bereitzustellen. Die Partnerschaft zielt zunächst auf eine Kapazität von 400 Megawatt in der Region Naher Osten ab. UBS hob das Kursziel für Halliburton zuletzt an und begründete dies mit einem verbesserten Ausblick für das Nordamerika-Geschäft.

Fermi America plant den Bau eines ambitionierten 11-Gigawatt-Behind-the-Meter-Campus in Amarillo, Texas. Das Projekt soll 4,5 Gigawatt Gaskraft und 6 Gigawatt Kernkraftkapazität umfassen – eine bemerkenswerte Kombination aus fossiler und nuklearer Energie für den Rechenzentrumsbetrieb.

Weitere Unternehmen mit konkreten Kapazitätszielen

Liberty Energy strebt bis Ende 2027 eine bereitgestellte Kapazität von 1 Gigawatt an. Dazu zählen ein 400-Megawatt-Projekt mit dem Rechenzentrumsbetreiber Vantage sowie 330 Megawatt mit einem weiteren Entwickler. Solaris Energy Infrastructure peilt bis Anfang 2028 eine Gesamtkapazität von 2,2 Gigawatt in verschiedenen Branchen an, davon mehr als 1 Gigawatt bei zwei Rechenzentrumsprojekten.

Kodiak Gas Services sicherte sich durch die Übernahme von Distributed Power Solutions eine Gaskraftkapazität von rund 380 Megawatt, die Kunden aus den Bereichen Rechenzentren und Microgrids bedient. ProPetro bietet versorgungsähnliche Stromdienstleistungen mittels Gas-to-Power-Lösungen sowohl für den Betrieb im Permian-Becken als auch für den Rechenzentrumssektor an. Atlas Energy Solutions schließlich strebt bis Anfang 2027 den Einsatz von 400 Megawatt an, wobei der Großteil der Kapazität durch langfristige Verträge bereits gesichert ist.

Die Analyse von Barclays verdeutlicht, dass der KI-Boom nicht nur Technologieunternehmen beflügelt, sondern auch klassische Energie- und Infrastrukturanbieter in eine Schlüsselrolle rückt. Für deutsche Privatanleger bietet die Liste einen konkreten Ausgangspunkt, um abseits der bekannten Tech-Giganten von der KI-Infrastrukturwelle zu profitieren.

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