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Micron hebt Prognose an: KI-Boom treibt Speicherchip-Aktie

Micron Technology übertrifft Analystenerwartungen deutlich und profitiert massiv von der explodierenden Nachfrage nach KI-Speicherchips.

Micron hebt Prognose an: KI-Boom treibt Speicherchip-Aktie

Micron Technology hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erneut beeindruckende Zahlen vorgelegt. In dem am 28. Mai endenden Quartal erzielte der US-Chiphersteller einen Umsatz von 41,5 Milliarden US-Dollar – ein Anstieg von 74 % gegenüber dem Vorquartal und ein gewaltiger Zuwachs von 346 % im Jahresvergleich. Damit übertraf Micron die Konsensschätzungen der Analysten deutlich.

Auch beim Gewinn lieferte das Unternehmen Rekordwerte: Der Nettogewinn stieg gegenüber dem Vorquartal um 105 % und im Jahresvergleich um 205 % auf 28,2 Milliarden US-Dollar. Diese Zahlen unterstreichen, wie stark Micron vom aktuellen KI-getriebenen Speicher-Superzyklus profitiert.

Prognose weit über Analystenerwartungen

Für das vierte Geschäftsquartal erwartet Micron einen Umsatz von 50 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 20 % gegenüber dem dritten Quartal. Der Gewinn je Aktie soll auf 30,73 US-Dollar steigen, was einer Steigerung von 25 % gegenüber dem Vorquartal entspricht. Analysten hatten lediglich mit einem Quartalsumsatz von 42,5 Milliarden US-Dollar gerechnet – Micron übertrifft diese Erwartung um rund 18 %.

Der zentrale Wachstumstreiber ist die unersättliche Nachfrage nach Microns High Bandwidth Memory, kurz HBM-Chips. Diese Hochleistungsspeicher werden in Rechenzentrumsservern eingesetzt, um die enormen Datenmengen zu verarbeiten, die für KI-Anwendungen benötigt werden. Micron hat nicht nur alle HBM-Chips ausverkauft, die bis Ende 2026 produziert werden können – auch die gesamte Produktionskapazität für 2027 ist bereits vollständig vergeben.

CEO Sanjay Mehrotra zeigte sich in der Telefonkonferenz zu den Quartalsergebnissen zuversichtlich: Er erwartet, dass „die angespannte Marktlage aufgrund der KI-getriebenen Nachfrage in allen Segmenten gepaart mit strukturellen Angebotsbeschränkungen über das Kalenderjahr 2027 hinaus anhalten wird."

Preismacht in allen Segmenten

Die Kombination aus enormer Nachfrage und begrenztem Angebot verleiht Micron eine erhebliche Preismacht. Im Bereich Cloud-Speicher stieg der Umsatz sequenziell um 78 %, während die Bruttomargen um 9 Prozentpunkte auf 83 % kletterten. Im Rechenzentrumsbereich legte der Umsatz sogar um 103 % zu, die Bruttomargen stiegen hier um 12 Prozentpunkte auf 87 %. Auch im Mobilfunkbereich zog der Umsatz um 49 % an, bei Bruttomargen von ebenfalls 87 %.

Zusätzlich hat Micron mit 16 Kunden sogenannte Strategic Customer Agreements (SCAs) abgeschlossen. Diese langfristigen Verträge mit Laufzeiten von drei bis fünf Jahren sowie festgelegten Preisspannen sollen den Cashflow stabilisieren, die Margen verbessern und die finanzielle Planbarkeit des Unternehmens erhöhen. Das Management geht davon aus, dass bis zum Ende der Laufzeit dieser Vereinbarungen mindestens die Hälfte des Gesamtumsatzes durch SCAs abgesichert sein wird.

Bewertung und Ausblick

Die Micron-Aktie hat in diesem Jahr bereits um 229 % zugelegt – und dennoch gilt das Papier trotz der enormen Kursgewinne weiterhin als günstig bewertet. Die Aktie wird mit dem 21-fachen des aktuellen Gewinns und dem 6-fachen des für das nächste Jahr erwarteten Gewinns gehandelt. Das Fünf-Jahres-PEG-Verhältnis liegt bei lediglich 0,14 – ein Wert, der auf eine deutliche Unterbewertung im Verhältnis zum Gewinnwachstum hindeutet.

Micron profitiert von einem hohen Auftragsbestand, massiver Nachfrage, erheblicher Preismacht und einem Speicher-Superzyklus, der voraussichtlich bis mindestens 2028 anhalten wird. Für Anleger, die auf den KI-Infrastrukturtrend setzen möchten, bleibt Micron Technology damit eine der interessantesten Aktien im Halbleitersektor.

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