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Baldige Preissenkungen für E-Autos in Deutschland?

E-Auto-Markt in Deutschland: Chancen für gebrauchte Fahrzeuge stehen schlecht

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Baldige Preissenkungen für E-Autos in Deutschland?

Die Förderung von Elektroautos soll den Individualverkehr umweltfreundlicher gestalten. Doch derzeit sind gebrauchte E-Autos kaum verfügbar und Neuwagen bleiben teuer, während die Preise für Verbrennerautos sinken.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing hofft auf einen "Dienstwageneffekt", der den Markt für gebrauchte E-Autos ankurbeln soll. Viele angemeldete E-Autos sind derzeit Dienstfahrzeuge, und wenn diese Flotten erneuert werden, entsteht ein attraktiver Gebrauchtwagenmarkt für Privatpersonen. Dennoch liegen die Durchschnittspreise für neue E-Autos derzeit bei über 40.000 Euro, wodurch sie für viele Deutsche noch keine echte Alternative zu Verbrennern sind, da das Angebot an gebrauchten E-Autos begrenzt ist.

Das Angebot von E-Autos auf dem deutschen Gebrauchtwagenmarkt ist immer noch extrem gering, wobei nur 1,25 Prozent der Besitzumschreibungen im ersten Halbjahr auf E-Autos entfielen. Das liegt hauptsächlich am mangelnden Angebot, das sich in den kommenden Jahren kaum verbessern dürfte. Zum 1. September endet die staatliche Förderung für neu zugelassene Elektroautos als Dienstwagen, und auch die steuerlichen Vorteile für Dienstwagen-E-Autos sollen zum Jahresende auslaufen.

Durch den erwarteten Preiskampf könnten Autobauer gezwungen sein, die Preise ihrer E-Autos drastisch zu senken. Ein ähnlicher Preiskampf tobt bereits in China, den vor allem Tesla angeführt hat. Die großen deutschen Autobauer wie Volkswagen oder Mercedes leiden unterdessen unter dem Preiskampf, da sie mit ihren E-Autos derzeit kaum mithalten können.

In dieser Situation betont Verkehrsminister Wissing die Notwendigkeit, den Individualverkehr in Zukunft für jeden bezahlbar zu gestalten und setzt sich für Technologieoffenheit ein.

Während die Preise für E-Autos bisher hoch sind, werden Verbrennerautos am deutschen Markt immer günstiger. Händler und Hersteller räumten im Juli höhere Rabatte auf den Listenpreis von Verbrenner-Modellen ein als zuvor. Die deutschen Hersteller erhöhten ihre Rabatte bei Online-Bestellungen, da die Auftragsbestände aus der Corona-Zeit weitgehend abgebaut sind, während die neuen Auftragseingänge aufgrund unsicherer wirtschaftlicher Aussichten zurückgingen.

Einige Autobauer, wie der Münchner Konzern BMW, profitieren immer noch von der Verlagerung der Käufe hin zu teureren Autos. Dank voller Auftragsbücher und besserer Verfügbarkeit von Premiumfahrzeugen hat BMW seine Prognose angehoben und erwartet ein solides Wachstum bei den geplanten Auslieferungen für 2024. Allerdings wird der Konzern beim Ausblick für den Barmittelzufluss vorsichtiger, da mehr Kapital für Investitionen in Elektroantriebe sowie wegen wackliger Lieferketten benötigt wird.

ElektrofahrzeugeSubventionenDeutschlandPreiserhöhung

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