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Asiatische Märkte unter Druck: KI-Skepsis und Ölpreisschock belasten

KI-Skepsis, steigende Ölpreise und Zinssorgen belasten die asiatischen Börsen massiv.

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Asiatische Märkte unter Druck: KI-Skepsis und Ölpreisschock belasten

Die asiatischen Aktienmärkte sind am Montag unter erheblichen Verkaufsdruck geraten. Angeführt von einem deutlichen Abschwung im Technologiesektor verlor der MSCI Asia Pacific Index rund 0,5 Prozent. Investoren reagierten nervös auf eine wachsende Debatte über die Nachhaltigkeit des KI-Booms, steigende Ölpreise und eine restriktive Geldpolitik.

Im Zentrum der Korrektur standen Halbleiterwerte. In Südkorea verlor der KOSPI 3,1 Prozent, belastet durch Kursrückgänge bei Branchengrößen wie SK Hynix, die zwischen 4,3 und 5 Prozent nachgaben, und Samsung Electronics mit einem Minus von 2,5 bis 2,9 Prozent. Auch der japanische Nikkei 225 gab um bis zu 1,6 Prozent nach, wobei Unternehmen wie Kioxia und Murata Manufacturing deutliche Einbußen verzeichneten.

SoftBank-Aktie bricht zeitweise um 13 Prozent ein

Besonders hart traf es die SoftBank Group. Deren Aktie brach in Tokio zeitweise um 13 Prozent ein, nachdem Berichte über den Ausschluss eines OpenAI-Börsengangs für dieses Jahr die Runde machten. Analysten sehen SoftBank aufgrund massiver Investitionen in OpenAI und einer risikoreichen Finanzstruktur als besonders verwundbar an.

Die Marktstimmung wird durch eine konzertierte Forderung führender KI-Köpfe belastet. Persönlichkeiten wie Dario Amodei (Anthropic), Sam Altman (OpenAI), Elon Musk und Demis Hassabis (Google DeepMind) plädieren dafür, die Entwicklung hochkomplexer KI-Modelle aus Sicherheitsgründen zu verlangsamen. Während Donald Trump diese Vorsicht mit Verweis auf den globalen Wettbewerbsdruck relativierte, stellen sich Marktbeobachter die Frage, ob eine gedrosselte Entwicklungsgeschwindigkeit die Investitionsausgaben und Gewinnprognosen entlang der gesamten Lieferkette gefährdet.

Strukturelle Risiken für die KI-Branche

Dies birgt strukturelle Risiken für die Branche. Infrastruktur-Anbieter wie CoreWeave und Oracle, die stark von der GPU-Nachfrage der KI-Labore abhängen, könnten bei einem Stopp der Trainingszyklen auf „gestrandeten Vermögenswerten“ sitzen bleiben. Während Broadcom aufgrund einer breiteren Kundenbasis als resilienter gilt, könnten NVIDIA-Upgrades bei einer Verzögerung des Blackwell-auf-Rubin-Zyklus leiden.

Das Kernproblem bleibt die gegenseitige Abhängigkeit: Ein Großteil des Cloud-Backlogs von etwa zwei Billionen Dollar entfällt auf verlustbringende KI-Labore, deren langfristige Tragfähigkeit ohne nachhaltige Cashflow-Generierung zunehmend in Zweifel gezogen wird.

Ölpreis über 100 Dollar schürt Inflationsängste

Zusätzlich belastet wurde das Marktumfeld durch einen Anstieg der Ölpreise auf über 100 US-Dollar pro Barrel, ausgelöst durch Angriffe auf saudi-arabische Energieinfrastruktur. Dies schürt Inflationsängste und erhöht den Druck auf die Zentralbanken. Angesichts robuster US-Inflationsdaten preisen Händler eine Wahrscheinlichkeit von fast 90 Prozent für eine weitere Zinserhöhung durch die Federal Reserve ein.

Die regionale Entwicklung verlief uneinheitlich. Während Taiwan aufgrund von Verlusten im Optoelektronik-Sektor um 0,66 Prozent nachgab, zeigte sich der australische S&P/ASX 200 widerstandsfähig mit einem Plus von 0,10 Prozent. In Hongkong konnte der Hang Seng trotz eines Kurssturzes des KI-Entwicklers Z.AI um 0,4 Prozent zulegen.

Angesichts steigender Anleiherenditen und geopolitischer Risiken bleiben Investoren jedoch vorsichtig. Dies spiegelt sich auch in schwachen US-Futures für den Nasdaq 100 und S&P 500 wider. Die asiatischen Märkte stehen damit vor einer ungewissen Woche, in der sich die Belastungsfaktoren aus Technologiesektor, Rohstoffmärkten und Geldpolitik weiter verschärfen könnten.

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