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Asiatische Märkte uneinheitlich – Japan profitiert von Tech-Werten

Chinesische Börsen belastet durch Zollängste und schwache Konjunkturmaßnahmen

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Asiatische Märkte uneinheitlich – Japan profitiert von Tech-Werten

Die asiatischen Börsen haben zur Wochenmitte unterschiedliche Entwicklungen gezeigt. In Japan sorgten starke Technologiewerte für eine positive Stimmung, während die chinesischen Börsen unter der Sorge vor neuen Zöllen und als unzureichend empfundenen Konjunkturmaßnahmen litten. Der Shanghai Composite Index sank um 0,6 Prozent, während der Index der größten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen sogar um 0,9 Prozent zurückging. Die größten Verluste verzeichneten Unternehmen aus den Bereichen Spirituosen, Banken und Energie.

In den Fokus rückt zunehmend die mögliche Wirkung der bevorstehenden US-Wahlen auf die chinesische Wirtschaft. Investoren zeigen sich besorgt, dass ein deutlicher Sieg der Republikaner zu einer Verschärfung der Zollpolitik gegenüber China führen könnte. Charu Chanana, Anlagestratege bei Saxo, äußerte sich zu dieser Thematik und betonte, dass ausländische Investoren nach wie vor verunsichert seien. Zusätzlich hat die Europäische Union ihre Pläne zur Einführung von Einfuhrzöllen auf in China hergestellte Elektrofahrzeuge vorangetrieben, was von der chinesischen Regierung scharf kritisiert wurde. Chinesische Anleger sind auch von den jüngsten Konjunkturmaßnahmen Pekings enttäuscht, die als unzureichend wahrgenommen werden, um strukturelle Probleme wie Verschuldung, Deflation und demografische Herausforderungen zu adressieren.

In Japan zeigte sich hingegen ein anderes Bild. Der Nikkei-Index konnte dank starker Nachfrage nach Chipwerten um ein Prozent auf 39.277 Punkte zulegen. Dieser Anstieg wurde von den Rekordständen des US-Technologiesektors angetrieben. Laut Fumio Matsumoto von Okasan Securities fehlten jedoch starke Impulse für eine nachhaltige Dynamik. Vielmehr hätten Anleger Aktien zurückgekauft, die sie in der Vorwoche aus Angst vor politischen Unsicherheiten abgestoßen hatten. Die politische Lage in Japan bleibt angespannt, da die Liberaldemokratische Partei und ihr Koalitionspartner um ihre Mehrheit im Unterhaus bangen. Die Aussicht auf einen Machtverlust hatte den Nikkei in der Vorwoche um 2,7 Prozent sinken lassen. Der Halbleiterausrüster Disco konnte unter den Einzelwerten mit einem Anstieg von 11,2 Prozent punkten, während der Chip-Testausrüster Advantest um 3,4 Prozent zulegte.

Auf dem Rohstoffmarkt zeigten die Ölpreise nach einem Rückgang der Rohöl- und Benzinvorräte in den USA eine Stabilisierung. Der Preis für Brent-Rohöl stieg um 0,5 Prozent auf 71,47 Dollar pro Barrel, während WTI-Öl um 0,6 Prozent auf 67,60 Dollar notierte. Gleichzeitig endete der US-Leitindex Dow Jones am Dienstag mit einem leichten Rückgang von 0,4 Prozent, während der S&P 500 und die Nasdaq leicht zulegten. Anleger erwarten nun gespannt die bevorstehenden Quartalsberichte großer US-Technologiekonzerne wie Meta Platforms und Microsoft, gefolgt von Apple und Amazon.

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