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Apple erhöht Mac- und iPad-Preise wegen Chipmangel – Aktie fällt

Preiserhöhungen von 100 bis 300 Dollar treffen Apples wichtigste Produktlinien – Anleger reagieren mit Verkäufen.

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Apple erhöht Mac- und iPad-Preise wegen Chipmangel – Aktie fällt

Apple hat am Donnerstag die Preise für Mac-Computer, iPads und Home-Geräte angehoben. Grund ist ein beispielloser Mangel an Speicherchips und Speichermedien, der die Komponentenkosten stark in die Höhe treibt. Die Preiserhöhungen gelten weltweit und sind bereits im Online-Store von Apple sichtbar.

Die Steigerungen belaufen sich je nach Produktlinie auf 100 bis 300 US-Dollar. Analysten an der Wall Street sowie Verbraucher hatten lediglich moderate, schrittweise Anpassungen erwartet. Das tatsächliche Ausmaß der Erhöhungen überraschte den Markt und gilt als deutlich aggressivere Strategie zum Schutz der Gewinnmargen als zuvor signalisiert.

Als Reaktion auf die Ankündigung fiel die Apple-Aktie im frühen Handel um 5 Prozent. Anleger wägen die potenziellen Auswirkungen auf die Verbrauchernachfrage ab. Apple-CEO Tim Cook hatte bereits vergangene Woche in einem Interview mit dem Wall Street Journal vor kommenden Preiserhöhungen gewarnt und diese als „unvermeidlich" bezeichnet.

Apples eigene Worte zur Lage

Ein Apple-Sprecher erklärte, dass „der rasante Ausbau von KI-Rechenzentren einen außergewöhnlichen Nachfrageschub bei Speicherlösungen ausgelöst hat" und dass das Unternehmen „noch nie erlebt hat, dass ein Komponentenpreis so stark und so schnell gestiegen ist". Apple betonte zudem, man habe „unsere Kunden bisher vor diesen Erhöhungen geschützt, aber wir haben nun einen Punkt erreicht, an dem wir beginnen müssen, die Preise für eine Reihe von Produkten anzuheben".

Cook selbst erklärte gegenüber dem Wall Street Journal: „Es gibt weniger Angebot zu einer Zeit, in der die Verbraucher Geräte wollen, und die Speicherhersteller geben enorme Preiserhöhungen weiter." Das Unternehmen fügte hinzu: „Wir wissen, dass dies keine erfreuliche Nachricht ist, und wir arbeiten unermüdlich daran, Lösungen zu finden."

Wichtig für deutsche Verbraucher: Die iPhone-Preise blieben am Donnerstag unverändert. Wedbush deutete jedoch an, dass künftige Erhöhungen für die Smartphone-Reihe eine klare Möglichkeit bleiben, sollten die Lieferengpässe anhalten.

Analyst bleibt trotz Kursrückgang optimistisch

Trotz der aggressiven Preisgestaltung und des Kursrückgangs behielt Wedbush-Analyst Dan Ives seine Einstufung „Outperform" und ein Kursziel von 400 US-Dollar für Apple bei. Laut Wedbush habe der aktuelle Anstieg der Nachfrage nach KI-gesteuerten Rechenzentren die Situation „unhaltbar" gemacht, wodurch die Erhöhungen unvermeidlich wurden.

Wedbush ist der Ansicht, dass Apple diese Preiserhöhungen erfolgreich umsetzen kann, ohne eine nennenswerte Kundenabwanderung zu riskieren. Dies sei vor allem auf den strategischen Fokus auf das gehobene Kundensegment zurückzuführen. Premium-Käufer gelten als weniger preissensibel als das Massensegment.

Partnerschaft mit Intel als strategischer Schachzug

Um den langfristigen Margendruck zu mildern, verweist Wedbush auf die Anfang des Monats angekündigte Partnerschaft von Apple mit Intel (INTC) als zunehmend wichtiges Instrument. Der Deal ermöglicht es Apple, seine Lieferkette weg von stark unter Druck stehenden Regionen zu diversifizieren. Ives bezeichnet dies als einen „hochstrategischen inländischen Schachzug".

Apple hat zudem zugesagt, rund 600 Milliarden US-Dollar in US-Fertigungskapazitäten zu investieren. Das Unternehmen schichtet damit Halbleiterkapazitäten aggressiv um, um sich die inländische Chipversorgung vor einem massiven, mehrjährigen KI-Hardware-Zyklus zu sichern. Diese Strategie soll langfristig die Abhängigkeit von globalen Lieferketten reduzieren und die Margen stabilisieren.

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