ANZEIGE

Angriffe auf Flughäfen: Luftfahrt im Fadenkreuz geopolitischer Konflikte

Tödliche Angriffe auf den Flughafen Riad zwingen Fluggesellschaften zu Stornierungen und Routenänderungen im gesamten Nahen Osten.

•• 3 Min
Angriffe auf Flughäfen: Luftfahrt im Fadenkreuz geopolitischer Konflikte

Die tödlichen Angriffe auf den zweitgrößten Flughafen Saudi-Arabiens in der vergangenen Woche verdeutlichen, wie Konflikte im Nahen Osten die Luftfahrt auf einer größeren Ebene umwälzen. Die Luftfahrt rückt zunehmend in den Mittelpunkt dieser weitreichenden Auseinandersetzungen, da Drohungen und offene Angriffe Fluggesellschaften dazu gezwungen haben, Flüge im gesamten Nahen Osten über Tage, Wochen und in einigen Fällen sogar Monate hinweg schnell zu stornieren. Einige Carrier verlegen möglicherweise Flugzeuge, die eigentlich zu bestimmten Zielen im Nahen Osten wie Dubai (Vereinigte Arabische Emirate) und Doha (Katar) gehen sollten, an andere Standorte.

Die Angriffe auf den saudischen Flughafen, die von den Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen übernommen wurden, waren die tödlichsten im Land seit mehr als einem Jahrzehnt. Am Wochenende wurden laut Behördenangaben mindestens 13 Menschen getötet und mehr als 300 verletzt, als ein Projektil Terminals am internationalen Flughafen King Khalid in der saudischen Hauptstadt Riad traf. Zu weiteren Angriffen kam es auch mit Drohnen. Die Bedrohungen für die Luftfahrt zwingen Beamte dazu, neu zu überdenken, wie blinde Flecken in diesen großen öffentlichen Räumen geschützt werden können.

Der internationale Flughafen King Khalid war einen Großteil dieser Woche geschlossen, und einige Fluggesellschaften setzten ihre Operationen dort aus Sicherheitsbedenken aus. Auch CEOs großer Ölunternehmen zogen sich von einer Energiekonferenz im Land zurück. Delta Air Lines hingegen stand weniger als zwei Wochen vor dem Start einer Route von Atlanta nach Riad, des ersten direkten kommerziellen Fluges zwischen den beiden Ländern, der von einer US-Fluggesellschaft betrieben wird, so der Carrier. Am späten Sonntag warnte die Federal Aviation Administration jedoch US-Fluggesellschaften vor Sicherheitsrisiken beim Flug in oder über Saudi-Arabien. Delta sagte am Montagmorgen, dass sie den Start der Route bis März verschieben werde.

Wachstumspläne treffen auf Sicherheitsrisiken

Die neue Delta-Route kommt zu einem Zeitpunkt, wo die saudische Führung den Tourismus im Land stärken will, was Teil des Vision-2030-Plans des Königreichs ist, die Wirtschaft vom Öl zu diversifizieren und internationale Investitionen anzuziehen. Der Luftverkehr in Saudi-Arabien hatte rapide zugenommen. Das geplante Wachstum bei Flugzeugsitzen auf dem Markt ist dieses Jahr gegenüber 2023 um mehr als 23% gestiegen, obwohl der Anstieg in letzter Zeit verlangsamt hat, so das Luftfahrt-Datenunternehmen Cirium.

Ob Reisende in die Region zurückkehren, hängt von der Risikobereitschaft ab. Ukassova sagte, dass Energieunternehmen, die auf persönliche Besuche bei großen Projekten angewiesen sein können, tendenziell eine höhere Risikotoleranz haben, während Akademiker eine niedrige Schwelle für potenzielle Risiken haben.

Die Konflikte haben große Teile des Luftraums im Nahen Osten, hauptsächlich über dem Iran, abgeschnitten. Der Ausbruch des Iran-Krieges im Februar löste massive Krisen in den Bereichen Luftfahrt, Reisen und Sicherheit aus. So hat der australische Carrier Qantas seine Route von Perth, Australien, nach London geändert, um den iranischen Luftraum zu vermeiden. Da dieser Flug dann länger ist, hat der Carrier einen Stopp in Singapur zum Betanken hinzugefügt.

Seit vier Jahren müssen westliche kommerzielle Passagier- und Frachtflugzeuge bereits längere Routen fliegen, um den russischen Luftraum zu meiden. Die Carrier begannen, um Russland herumzufliegen, nachdem es 2022 die Ukraine angegriffen hatte. Längere Routen zur Vermeidung potenziell gefährlicher Lufträume erhöhen die Treibstoffkosten der Fluggesellschaften, die aufgrund derselben Nahost-Konflikte in diesem Jahr noch teurer geworden sind.

Kapazität im Nahen Osten sinkt deutlich

Während ein Großteil des Verkehrs nach Dubai und Doha von den ersten Tagen des Krieges an, seitdem die USA und Israel am 28. Februar den Iran angegriffen hatten, sich erholt hat, liegt er dennoch unter dem Niveau von 2025, so das Flugdatenunternehmen OAG. Die Kapazität an Sitzen im gesamten Nahen Osten ist im Oktober im Vergleich zum Vorjahr um 5,7% gesunken, was 2,2 Millionen weniger Sitzen entspricht, berichtete OAG. Einige Fluggesellschaften entscheiden sich dafür, die Region ganz zu meiden.

Für deutsche Anleger und Reisende ist die Entwicklung ein zweischneidiges Signal: Einerseits bremsen Sicherheitsrisiken und höhere Treibstoffkosten die Expansion der Luftfahrt in einer Wachstumsregion. Andererseits zeigt der Fall Saudi-Arabien, wie stark geopolitische Spannungen die ambitionierten Diversifizierungspläne ganzer Volkswirtschaften ausbremsen können. Die Frage, ob sich die Kapazität im Nahen Osten wieder erholt, dürfte damit auch von der weiteren Entwicklung der Konflikte abhängen.

Naher Osten LuftfahrtFlughafen Riad AngriffDelta Air Lines RiadSaudi-Arabien Vision 2030Luftraum IranOag SitzkapazitätHuthi-RebellenTreibstoffkosten Fluggesellschaften

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  4. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor
  5. Nvidia, Datadog und Goldminen glänzen auf IBD-Bestenlisten

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.