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Ancora investiert 200 Millionen Dollar in Warner und blockiert Netflix-Deal

Hedgefonds favorisiert Paramount-Angebot und droht mit Stellvertreterkrieg gegen Warner-Vorstand

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Ancora investiert 200 Millionen Dollar in Warner und blockiert Netflix-Deal

Der aktivistische Hedgefonds Ancora Holdings hat eine Beteiligung von rund 200 Millionen Dollar an Warner Bros Discovery aufgebaut und positioniert sich gegen einen Verkauf der legendären Film- und Fernsehstudios an Netflix. Stattdessen unterstützt Ancora das konkurrierende Angebot von Paramount Skydance, wie das Wall Street Journal am Dienstag berichtete. Eine offizielle Stellungnahme des Hedgefonds könnte bereits am Mittwoch erfolgen.

Anleger stehen vor einer brisanten Entscheidung: Netflix bietet 82,7 Milliarden Dollar für Warner, während Paramount mit 108,4 Milliarden Dollar deutlich mehr auf den Tisch legt. Ancora wirft dem Warner-Vorstand vor, sich nicht angemessen mit dem höheren Paramount-Angebot auseinandergesetzt zu haben. Der Hedgefonds plant, seine Position weiter auszubauen und kontinuierlich Warner-Aktien nachzukaufen.

Paramount hat sein Angebot am Dienstag nachgebessert und bietet den Aktionären nun zusätzliches Bargeld für jedes Quartal, in dem der Deal nicht abgeschlossen wird. Zudem will das Unternehmen eine Auflösungsgebühr übernehmen, falls Warner vom Netflix-Deal zurücktritt. Diese Zugeständnisse sollen die Attraktivität des Angebots für die Aktionäre erhöhen.

Drohender Stellvertreterkrieg

AncoraHoldings droht Warner mit einem Proxy Fight, sollte der Vorstand das Paramount-Angebot weiterhin ignorieren. Bei einem solchen Stellvertreterkrieg würde der aktivistische Investor versuchen, andere Aktionäre zu mobilisieren und möglicherweise Aufsichtsratsmitglieder auszutauschen. Eine Abstimmung der Aktionäre über den Deal wird voraussichtlich im März stattfinden.

Der Warner-Vorstand bevorzugt bisher konsequent das Netflix-Angebot, obwohl es finanziell niedriger bewertet ist. Als Begründung führt das Management einen höheren Wert durch Synergien, eine sicherere Finanzierung und einen klareren Weg zur behördlichen Genehmigung an. Netflix gilt als etablierter Streaming-Riese mit soliderer Finanzausstattung.

Paramount verschärft den Ton

Paramount Skydance unter der Führung von David Ellison reagierte auf die Ablehnung mit einem feindlichen Übernahmeangebot. Das Unternehmen wendet sich nun direkt an die Warner-Aktionäre und umgeht damit den Vorstand. Die Strategie zielt darauf ab, genügend Aktionäre zu überzeugen, um den Deal gegen den Willen des Managements durchzusetzen.

Die Einmischung von Ancora sorgt für zusätzliche Unsicherheit bei Warners Bemühungen, sein Kerngeschäft zu veräußern. Warner Bros Discovery vereint einige der bekanntesten Filmstudios und Fernsehsender der Welt, darunter Warner Bros Pictures, HBO und CNN. Ein Verkauf würde die Medienlandschaft nachhaltig verändern und die Streaming-Kriege weiter verschärfen.

Für deutsche Anleger ist die Entwicklung besonders relevant, da Warner Bros Discovery an der NASDAQ gelistet ist und auch hierzulande viele Investoren Positionen halten. Die endgültige Entscheidung über den Deal liegt bei den Aktionären, die im März ihre Stimme abgeben werden.

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