Paramount verbessert WBD-Übernahmeangebot mit Ticking Fee – Preis bleibt bei 30 Dollar
Mediengigant signalisiert Zuversicht bei Kartellprüfung, verzichtet jedoch auf Erhöhung des Aktienpreises für Warner-Aktionäre.

Paramount Global hat sein feindliches Übernahmeangebot für Warner Bros. Discovery nachgebessert, ohne jedoch den angebotenen Preis pro Aktie anzuheben. Das Unternehmen gab am Dienstag bekannt, eine sogenannte "Ticking Fee" in das Angebot aufgenommen zu haben, um den Aktionären von WBD zusätzliche Sicherheit zu bieten.
Die Ticking Fee soll Vertrauen in die behördliche Genehmigung der Transaktion signalisieren. Diese Gebühr wird an die WBD-Aktionäre ausgezahlt, falls es zu Verzögerungen bei der kartellrechtlichen Prüfung kommt. Der ursprüngliche Angebotspreis von 30 Dollar je Aktie in bar bleibt jedoch unverändert bestehen.
Paramount hatte im Dezember 2025 ein unaufgefordertes Übernahmeangebot für Warner Bros. Discovery lanciert. Das Unternehmen strebt dabei den Erwerb sämtlicher ausstehender Aktien an und positioniert sein Angebot als vollständige Barofferte ohne Aktienkomponente.
Konkurrenz zur Netflix-Transaktion
Paramount argumentiert, dass sein Angebot einer bereits angekündigten Transaktion zwischen Warner Bros. Discovery und Netflix überlegen sei. Details zu dieser Netflix-Vereinbarung wurden bisher nicht vollständig öffentlich gemacht, doch Paramount betont die Vorteile seiner Vollbar-Struktur für die WBD-Aktionäre.
Die Nachbesserung des Angebots zeigt, dass Paramount trotz des unveränderten Aktienpreises gewillt ist, zusätzliche Zugeständnisse zu machen. Die Ticking Fee dient dabei als finanzieller Puffer für mögliche regulatorische Hürden, die bei einer Fusion dieser Größenordnung im Medienbereich zu erwarten sind.
Für deutsche Anleger ist die Transaktion von Bedeutung, da beide Unternehmen bedeutende Streaming-Plattformen betreiben und eine Fusion die Wettbewerbslandschaft im globalen Streaming-Markt nachhaltig verändern würde. Warner Bros. Discovery betreibt unter anderem die Plattform Max, während Paramount+ ebenfalls international expandiert.
Kartellrechtliche Prüfung im Fokus
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Zur AktienanalyseDie Integration der Ticking Fee deutet darauf hin, dass Paramount mit einer längeren kartellrechtlichen Prüfung rechnet. Bei Medienfusionen dieser Größenordnung sind sowohl US-amerikanische als auch europäische Wettbewerbsbehörden involviert. Die zusätzliche Gebühr soll Aktionäre für potenzielle Verzögerungen entschädigen und die Attraktivität des Angebots erhöhen, ohne den Kernpreis anzupassen.
Ob Warner Bros. Discovery auf das nachgebesserte Angebot eingehen wird, bleibt abzuwarten. Das Management von WBD hat sich bisher nicht öffentlich zu den Avancen von Paramount geäußert.


