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American Airlines baut internationales Streckennetz für 2027 massiv aus

Neue Airbus A321XLR-Flugzeuge ermöglichen effizientere Verbindungen nach Europa und Asien.

•• 2 Min

American Airlines hat eine signifikante Erweiterung seines internationalen Flugangebots für das Jahr 2027 angekündigt. Die Fluggesellschaft reagiert damit auf die anhaltend hohe Nachfrage nach Premium-Reisen und den Wunsch der Passagiere nach neuen Destinationen. Tickets für die neuen Verbindungen sind ab dem 31. August erhältlich.

Im Zentrum der Strategie steht der Einsatz der neuen Airbus A321XLR-Flugzeuge („Extra Long Range“). Diese schmalrumpfigen Maschinen ermöglichen es der Airline, kleinere europäische Städte effizienter von den Drehkreuzen Philadelphia und New York aus zu bedienen. Laut Brian Znotins, Senior Vice President für Netzwerkplanung, eröffnen diese Flugzeuge neue Möglichkeiten für Ziele, die für größere Großraumflugzeuge zu klein wären. Die A321XLR zeichnen sich zudem durch eine höhere Dichte an Premium-Sitzen aus, die etwa ein Fünftel der Kapazität ausmachen.

Die neuen Verbindungen im Überblick

Ab Philadelphia:

  • Porto, Portugal (ab 28. März)
  • Wien, Österreich (ab 6. Mai; American ist damit die einzige US-Airline auf dieser Strecke)
  • Reykjavik, Island (ab 27. Mai; ein Comeback nach der letzten Bedienung 2019)

Ab New York (JFK):

  • Amsterdam, Niederlande (ab 28. März)
  • Nizza, Frankreich (ab 6. Mai)
  • London Heathrow (vierte tägliche Verbindung ab 28. März)

Ab Chicago (ORD):

  • Tokio-Narita, Japan (ab 19. März, rechtzeitig zur Kirschblütenzeit)

Ab Charlotte (CLT):

  • Barcelona, Spanien (ab 27. Mai)

Besonders hervorzuheben ist die Route nach Wien: Diese wird bis Anfang Januar 2028 bedient, um gezielt Reisende anzusprechen, die europäische Weihnachtsmärkte besuchen möchten. Dieser Schritt spiegelt den Branchentrend wider, Kapazitäten auch in der Nebensaison und in den Wintermonaten auszubauen, da Reisende zunehmend günstigere und kühlere Reisezeiten bevorzugen.

Der Ausbau erfolgt in einem wettbewerbsintensiven Umfeld. Erst kürzlich hatte United Airlines die Aufnahme von zehn neuen Zielen in Europa und Asien für 2027 bekannt gegeben. Während United als US-Airline mit dem größten internationalen Angebot gilt, versucht American Airlines durch die Aufwertung des Langstreckenprodukts und den Fokus auf Premium-Reisende die Profitabilitätslücke zu den Konkurrenten United und Delta Air Lines zu schließen.

Derzeit entfallen etwa 80 Prozent der Flugleistung von American auf den Inlandsmarkt und 20 Prozent auf das internationale Geschäft. Letzteres wird aufgrund der höheren Margen und der exklusiveren Kabinenausstattung als strategisch wichtig erachtet. Für deutsche Reisende interessant: Mit der neuen Direktverbindung ab Philadelphia nach Wien bietet American Airlines eine Alternative zu den etablierten Verbindungen europäischer Carrier. Auch die Aufstockung der London-Route und die neue Verbindung nach Amsterdam stärken die transatlantische Präsenz der Airline erheblich.

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