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Amazon Prime Air Crash in Miami: Fünf Tote bei Frachtflugzeug-Unglück

Mindestens fünf Tote bei Amazon-Frachtflugzeugabsturz in Miami – NTSB ermittelt

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Amazon Prime Air Crash in Miami: Fünf Tote bei Frachtflugzeug-Unglück

Ein tragischer Flugunfall hat sich am Sonntag am Miami International Airport (MIA) ereignet. Eine Amazon Prime Air Frachtmaschine vom Typ Boeing 767-300 überrollte bei der Landung das Ende der Landebahn, durchbrach den Flughafenzaun und kollidierte mit mehreren Fahrzeugen auf einer angrenzenden Straße. Mindestens fünf Menschen kamen dabei ums Leben, fünf weitere wurden verletzt, drei davon schwer.

Der Unfall ereignete sich gegen 14:00 Uhr Ortszeit während des arbeitsreichen Labor-Day-Wochenendes. Prime Air Flug 7598, betrieben von der in North Carolina ansässigen Chartergesellschaft 21 Air im Auftrag von Amazon, war auf dem Weg von San Juan (Puerto Rico) nach Miami. Laut Flugdaten von FlightRadar24 befand sich die Maschine mit einer Geschwindigkeit von 112 Knoten (etwa 207 km/h), als sie das Ende der nutzbaren Landebahn überrollte. Die Maschine setzte ihren Weg über das Flughafengelände hinaus fort, überquerte eine vielbefahrene Straße, die von Mitarbeitern nahegelegener Lagerhäuser und Unternehmen genutzt wird, und prallte dort gegen mehrere Fahrzeuge. Durch den Aufprall geriet das Flugzeug in Brand.

Großaufgebot an Rettungskräften

Die Einsatzkräfte reagierten mit einem massiven Aufgebot. Über 200 Rettungskräfte und 60 Einsatzfahrzeuge wurden zum Unfallort beordert. Die Feuerwehr setzte spezielle Flughafen-Schaumfahrzeuge ein, um die Flammen zu löschen. Noch Stunden später waren die Teams damit beschäftigt, ein anhaltendes Treibstoffleck zu kontrollieren. Miami-Dade Fire Chief Ray Jadallah bestätigte, dass die Rettungskräfte eingeklemmte Personen sowohl aus dem Cockpit der Maschine als auch aus den zertrümmerten Fahrzeugen befreien mussten. Drei der fünf Verletzten befanden sich in kritischem Zustand und wurden in örtliche Traumazentren gebracht.

Bei dem Flugzeug handelte es sich um eine 32 Jahre alte Boeing 767-300 Frachtmaschine. Die Maschine war ursprünglich zwischen 1994 und 2015 als Passagierjet für verschiedene Airlines im Einsatz, bevor sie für den Frachttransport umgerüstet wurde. Die Wetterbedingungen zum Zeitpunkt des Unglücks umfassten leichte Gewitter und böigen Wind. Die Ermittler betonten jedoch, dass es zu früh sei, um zu bestimmen, ob Umweltfaktoren eine Rolle bei dem Absturz gespielt haben.

Ermittlungen und Flughafenchaos

Die US-amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde National Transportation Safety Board (NTSB) hat eine formelle Untersuchung eingeleitet. Ein Team unter der Leitung von Vorsitzender Jennifer Homendy traf am Unfallort ein, um das Wrack und die Flugdaten zu untersuchen. Der Absturz führte zu erheblichen Störungen an einem der verkehrsreichsten internationalen Drehkreuze der USA. Die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) verhängte einen vorübergehenden Ground Stop und schloss unmittelbar nach dem Unfall alle Start- und Landebahnen sowie Rollwege.

Zwar wurden am Sonntagabend zwei der vier Start- und Landebahnen des Flughafens wieder geöffnet, doch der Vorfall führte zu rund 160 Flugannullierungen und über 325 Verspätungen. Tausende Reisende strandeten während des Feiertagswochenendes. Die Flughafenbehörden warnten, dass die betrieblichen Störungen voraussichtlich noch einige Zeit anhalten würden, während die Ermittlungen andauern.

Reaktionen der beteiligten Unternehmen

Amazon veröffentlichte eine offizielle Stellungnahme, in der das Unternehmen sein Beileid ausdrückte. Kelly Nantel, Amazon's Director of Corporate Global Media Relations, erklärte: "Wir sind am Boden zerstört, als wir erfahren haben, dass fünf Menschen bei dem heutigen Vorfall ums Leben gekommen sind... Unser tiefstes Mitgefühl gilt den Familien, Angehörigen und allen, die von diesem verheerenden Verlust betroffen sind." Das Unternehmen bestätigte, dass es uneingeschränkt mit den örtlichen Behörden und der NTSB zusammenarbeite.

Auch 21 Air veröffentlichte eine Stellungnahme auf seiner Website und erklärte, man sei "am Boden zerstört über den Unfall" und unterstütze die staatlichen Ermittlungen. Boeing sagte ebenfalls Unterstützung bei der Untersuchung zu.

Bereits zweiter schwerer Unfall mit Amazon-Frachtflugzeug

Der Vorfall wirft erneut Fragen zur Sicherheit von Amazon-Frachtflügen auf. Branchenanalysten ziehen Vergleiche zu einem tödlichen Absturz aus dem Jahr 2019, bei dem eine Atlas Air Boeing 767-300 Frachtmaschine, die ebenfalls für Amazon Prime Air unterwegs war, in die Trinity Bay in Texas stürzte. Bei diesem Unglück kamen alle drei Besatzungsmitglieder ums Leben. Die wiederholten tödlichen Zwischenfälle mit Amazon-Frachtmaschinen haben die Sicherheitsstandards von Drittanbieter-Frachtfluggesellschaften erneut in den Fokus gerückt.

Die Behörden haben die Opfer bislang noch nicht identifiziert. Es ist auch noch nicht bestätigt, ob es sich bei den Todesopfern ausschließlich um Personen am Boden handelt oder ob auch Besatzungsmitglieder der Maschine ums Leben kamen. Die NTSB wird voraussichtlich weitere Updates bereitstellen, sobald die Bergung des Flugdatenschreibers und die Analyse der Absturzstelle voranschreiten.

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