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ADAC-Studie: So viel sparen Autofahrer abseits der Autobahn

Wer beim Tanken auf der Autobahn hält, zahlt im Schnitt 33 Cent pro Liter mehr – das zeigt eine neue ADAC-Analyse.

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ADAC-Studie: So viel sparen Autofahrer abseits der Autobahn

Der ADAC hat erstmals alle 360 Autobahn-Tankstellen in Deutschland systematisch mit rund 14.000 Stationen abseits der Autobahn verglichen. Das Ergebnis ist eindeutig: Wer die Ausfahrt nimmt, spart bares Geld. Der Erhebungszeitraum erstreckte sich vom 6. bis 19. April, wobei die Forscher trotz marktbedingter Schwankungen in diesem Zeitraum die Robustheit ihrer Kernaussagen betonten.

Im Durchschnitt zahlen Autofahrer an Autobahn-Tankstellen 33 Cent pro Liter mehr – sowohl für Diesel als auch für E10. Bei einem 50-Liter-Tank summiert sich das auf eine Ersparnis von 16,50 Euro pro Tankstopp. In Extremfällen waren die Unterschiede noch drastischer: Einzelne Autobahn-Stationen verlangten bis zu 47 Cent mehr pro Liter Diesel und bis zu 44 Cent mehr für E10 als der durchschnittliche Preis abseits der Autobahn.

Große regionale Unterschiede

Die Studie zeigt, dass die mögliche Ersparnis je nach Bundesland erheblich variiert. Rheinland-Pfalz weist mit 42 Cent bei E10 und 43 Cent bei Diesel die größten Preisunterschiede auf. Bayern und Baden-Württemberg folgen mit Differenzen zwischen 37 und 40 Cent. Im Mittelfeld liegen Sachsen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein mit Unterschieden von 31 bis 37 Cent.

Die geringsten Preisunterschiede wurden im Nordosten Deutschlands gemessen. In Brandenburg beträgt die Differenz für beide Kraftstoffarten lediglich 17 Cent, in Mecklenburg-Vorpommern sind es 17 Cent für E10 und 16 Cent für Diesel. Daten für Berlin und Bremen wurden in der Studie nicht erfasst. Eine seltene Ausnahme bildete eine einzelne Autobahn-Tankstelle, die Preise unterhalb des nationalen Durchschnitts anbot – der ADAC stufte dies jedoch als statistischen Ausreißer ein.

Viele Fahrer bereit zur Ausfahrt – aber nicht alle

Trotz der klaren finanziellen Vorteile zeigt eine Befragung von über 1.500 Autofahrern ein gespaltenes Bild. Rund 63 Prozent der Befragten gaben an, bereit zu sein, die Autobahn zum Tanken zu verlassen. Die große Mehrheit dieser Gruppe würde dies sogar bei einem Preisunterschied von nur 20 Cent tun.

Allerdings lehnt fast ein Viertel der Befragten – rund 25 Prozent – das Verlassen der Autobahn zum Tanken grundsätzlich ab, unabhängig vom Preisunterschied. Für diese Gruppe wiegen Bequemlichkeit und Zeitersparnis schwerer als eine mögliche Ersparnis von über 16 Euro pro Tankfüllung. Dies verdeutlicht, dass ein beständiges Segment der Autofahrer von Preisdifferenzen schlicht unbeeindruckt bleibt.

Praktische Orientierungshilfe für Urlaubsreisende

Die ADAC-Analyse erscheint pünktlich zum Beginn der Sommerreisesaison, wenn das Verkehrsaufkommen auf deutschen Autobahnen traditionell ansteigt. Die Studie berücksichtigt die sogenannte 12-Uhr-Regel, die Preisänderungen an Tankstellen reguliert, schließt jedoch den späteren Tankrabatt nicht ein, da die Datenerhebung vor dieser Maßnahme stattfand.

Für preisbewusste Reisende liefert der ADAC damit eine klare Empfehlung: Wer Tankstopps im Voraus plant und bewusst die nächste Ausfahrt nimmt, wird finanziell belohnt. Besonders in Bundesländern wie Rheinland-Pfalz, Bayern und Baden-Württemberg lohnt sich der kurze Umweg besonders deutlich.

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