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ACG Metals: Gediktepe-Projektwert steigt auf 1,2 Milliarden Dollar

ACG Metals meldet massiv gestiegenen Projektwert für türkische Kupfermine Gediktepe auf 1,2 Milliarden Dollar.

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ACG Metals: Gediktepe-Projektwert steigt auf 1,2 Milliarden Dollar

Das in London notierte Rohstoffunternehmen ACG Metals hat für sein türkisches Minenprojekt Gediktepe einen deutlich höheren Wert ermittelt. Ein aktualisierter Bericht eines qualifizierten Sachverständigen (Competent Person's Report) weist nun einen nachsteuerlichen Nettobarwert (NPV) von 1,2 Milliarden US-Dollar aus. Zum Vergleich: In einem früheren Bericht aus dem Jahr 2024 lag die Schätzung noch bei 265 Millionen US-Dollar.

Die Neubewertung spiegelt eine grundlegende Transformation des Projekts wider. War Gediktepe vor zwei Jahren noch primär als kurzlebige Goldmine mit einem nicht finanzierten Plan zur späteren Kupferproduktion konzipiert, hat sich das Asset nach Angaben des Unternehmens zu einer vollständig finanzierten Kupferoperation mit drei komplementären Aufbereitungsströmen entwickelt. Hinzu kommen die Produktion von Edelmetallen und Zink.

Deutlich gesteigerte Produktionserwartungen

ACG Metals erwartet für die Mine Gediktepe zwischen 2027 und 2031 eine durchschnittliche Förderung von rund 36.000 Tonnen Kupferäquivalent pro Jahr. Das entspricht einer Steigerung von etwa 60 Prozent gegenüber dem ursprünglichen Förderziel von 20.000 bis 25.000 Tonnen Kupferäquivalent. Über eine initiale Minenlebensdauer von elf Jahren wird eine Gesamtproduktion von 352.000 Tonnen Kupferäquivalent prognostiziert.

Die gesamten Erzreserven haben sich im aktualisierten Sachverständigenbericht um 43 Prozent auf 26,5 Millionen Tonnen erhöht. Diese Reserven enthalten 176.000 Tonnen Kupfer, 381.000 Tonnen Zink, 535.000 Unzen Gold und 20 Millionen Unzen Silber. Ein zusätzliches Projekt zur Aufbereitung von angereichertem Erz soll voraussichtlich rund 84.000 Tonnen Kupferäquivalent zum Produktionsprofil über die Lebensdauer der Mine beitragen – dieser Wert war im Bericht von 2024 noch nicht berücksichtigt.

Anpassungen bei der Produktionsguidance

Für das laufende Geschäftsjahr hat ACG Metals die Produktionsguidance auf 12.000 bis 14.000 Tonnen Kupferäquivalent angepasst. Hintergrund ist eine dreimonatige Verschiebung der Sulfidproduktion in das Geschäftsjahr 2027. Das Management verfolgt nach eigenen Angaben einen sorgfältigen und risikogesteuerten Inbetriebnahmeplan. Der langsamere Anlauf von Gediktepe priorisiere eine sichere und zuverlässige Anlagenleistung und solle eine robuste Grundlage für eine nachhaltige langfristige Produktion schaffen.

Bemerkenswert: Die Oxidförderung hat im ersten Halbjahr bereits die ursprüngliche Gesamtjahresguidance übertroffen. Der Produktionsstart der Sulfidanlage ist für das dritte Quartal 2027 vorgesehen.

Verbesserter Bauplan steigert Wert

Ein wesentlicher Treiber der Wertsteigerung ist ein überarbeiteter Bauplan. Dieser ersetzt den ursprünglichen phasenweisen Entwicklungsansatz und ermöglicht es, zuvor zurückgestellten Wert aus Basismetallen vorzuziehen. Dadurch erhöhte sich der gesamte nachsteuerliche Vermögens-NPV um 365 Millionen US-Dollar.

ACG-Vorsitzender und CEO Artem Volynets kommentierte: „Der kompetente Sachverständigenbericht von 2026 spiegelt den durch diese Transformation geschaffenen Wert wider: eine größere Reservenbasis, einen stärkeren und flexibleren Minenplan und die Fähigkeit, Wert aus Erzquellen zu realisieren, die im vorherigen Plan nicht erfasst wurden."

Volynets fügte hinzu: „Mit der nun laufenden Anlaufphase der Sulfidanlage, dem fortschreitenden Projekt für angereichertes Erz und weiteren Optionen bei der Oxidförderung hat sich Gediktepe zu einer erheblich breiteren und wertvolleren Operation entwickelt." Der Fokus des Unternehmens liege nun auf der disziplinierten Umsetzung dieses Plans und der Realisierung des Produktions- und Cashflow-Potenzials des Assets.

Für Anleger bleibt abzuwarten, ob ACG Metals die ambitionierten Produktionsziele termingerecht erreichen kann. Die Verschiebung der Sulfidproduktion zeigt, dass das Management auf operative Sicherheit setzt – ein Ansatz, der langfristig Vertrauen schaffen könnte, kurzfristig jedoch Geduld erfordert.

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