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Abbott Laboratories meldet zwei Cyber-Vorfälle ohne Geschäftsauswirkungen

Der Medizintechnikkonzern Abbott untersucht unbefugten Zugriff auf seine Krebsdiagnostik-Sparte und das LabCentral-Portal.

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Abbott Laboratories meldet zwei Cyber-Vorfälle ohne Geschäftsauswirkungen

Abbott Laboratories hat zwei separate Cyber-Vorfälle bestätigt, bei denen sich Unbefugte Zugang zu internen Systemen verschafft haben. Betroffen sind die Sparte für Krebsdiagnostik sowie das extern zugängliche LabCentral-Portal des Unternehmens. Laut Abbott sei der laufende Geschäftsbetrieb durch beide Vorfälle nicht beeinträchtigt worden.

Im Fall der Krebsdiagnostik-Einheit betonte das Unternehmen, dass keine weiteren Geschäftsbereiche, Standorte oder Systeme betroffen gewesen seien. Zudem hob Abbott hervor, dass die Altsysteme von Exact Sciences vollständig von den Abbott-eigenen Systemen getrennt seien – ein wichtiger Hinweis auf die Isolierung des Vorfalls.

Hacker verschaffte sich Zugang zum LabCentral-Portal

Beim zweiten Vorfall soll ein Hacker in das LabCentral-Portal eingedrungen sein. Dabei handelt es sich um ein extern zugängliches, von Dritten gehostetes Portal, das vom Kerngeschäft der Labordiagnostik von Abbott genutzt wird. Das Portal enthielt laut Unternehmensangaben ausschließlich öffentlich zugängliche technische Produktreferenzdokumente – darunter Bedienungsanleitungen, Checklisten zur Fehlerbehebung und Produktspezifikationen.

Abbott betonte ausdrücklich, dass das Portal keine proprietären oder sensiblen Kunden- oder Geschäftsinformationen enthielt. Es seien keine Auswirkungen auf Geschäftsbereiche oder Kunden bekannt, und es gebe keine Hinweise auf einen Abfluss sensibler Informationen. Dennoch nimmt das Unternehmen die Vorfälle ernst und hat entsprechende Maßnahmen eingeleitet.

Abbott schaltet externe Experten und Behörden ein

Als Reaktion auf die Vorfälle hat Abbott externe Cybersicherheitsexperten sowie Strafverfolgungsbehörden eingeschaltet. Die Untersuchung darüber, auf welche Informationen möglicherweise zugegriffen wurde, dauert noch an. Das Unternehmen erwartet nach eigenen Angaben keine wesentlichen Auswirkungen der Vorfälle auf sein Geschäft oder seine Finanzergebnisse.

Die Vorfälle bei Abbott reihen sich in eine wachsende Serie von Cyberangriffen auf Unternehmen im Gesundheitswesen ein. Zuletzt waren unter anderem Clover Health Investments, Stryker, Medtronic, Novo Nordisk und West Pharmaceutical Services von ähnlichen Vorfällen betroffen. Cyberangriffe auf Gesundheitsunternehmen gelten als besonders heikel, da sie den Betrieb stören, den Zugriff auf kritische Daten beeinträchtigen und die Sicherheit sensibler Patienteninformationen gefährden können.

Für Anleger und Beobachter des Medizintechniksektors unterstreichen die Vorfälle bei Abbott die zunehmende Bedrohungslage für die Branche. Unternehmen, die mit sensiblen Gesundheitsdaten arbeiten, stehen verstärkt im Visier von Cyberkriminellen. Abbott hat mit der raschen Kommunikation und dem Einschalten externer Experten zumindest transparent auf die Situation reagiert – und signalisiert damit, die Kontrolle über die Lage behalten zu wollen.

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