ANZEIGE

Zinsängste kehren an die Wall Street zurück

Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

•• 4 Min
Zinsängste kehren an die Wall Street zurück

Die Wall Street startete nach der Feiertagspause holprig in die neue Woche. Besonders überraschend kehrten gestern die Zinsängste massiv zurück und belasteten die großen US-Indizes. Der Dow Jones kämpfte zwischenzeitlich mit der Marke von 34.000 Punkten und schloss letztendlich bei 34.053 Punkten, was einem Rückgang von 0,72 Prozent entspricht. In der Vorwoche konnte der Leitindex noch einen Zuwachs von rund 1,3 Prozent verzeichnen.

Die Technologiebörse Nasdaq hielt sich etwas besser und verzeichnete lediglich einen moderaten Rückgang von 0,16 Prozent. Der marktbreite S&P-500-Index schloss bei 4388 Punkten, was einem Rückgang von 0,47 Prozent entspricht. Insgesamt fiel es dem Markt schwer, nach der gestrigen Feiertagspause wieder in Schwung zu kommen.

Die Zentralbanken stehen weiterhin im Fokus der Anleger und die Frage, ob das Ende des Straffungszyklus näher ist als gedacht. US-Notenbanker haben aufgrund der nur langsam zurückgehenden Inflation weitere Zinserhöhungen angedeutet. Investoren warten gespannt auf die halbjährliche Anhörung von US-Notenbankchef Jerome Powell vor einem Ausschuss des Kongresses am Mittwoch. Powell wird voraussichtlich vorsichtig mit Aussagen zur geldpolitischen Stimmung sein, da bis zur nächsten Sitzung im Juli noch viele Konjunkturdaten veröffentlicht werden.

Die Zinserhöhungsspekulationen wurden zusätzlich durch den stärksten Anstieg der US-Hausbaubeginne seit rund drei Jahrzehnten genährt. Trotz Rezessionswarnungen zeigt sich die Konjunktur robuster als erwartet.

Die Geldpolitik der chinesischen Notenbank drückte ebenfalls auf die Gesamtstimmung. Obwohl die People's Bank of China die Zinsen senkte, fiel der Schritt mit 0,1 Prozentpunkten geringer aus als erwartet. Investoren betrachteten dies als unzureichend, um die erwartete Erholung der chinesischen Konjunktur zu unterstützen. Aus diesem Grund warfen einige Investoren US-Aktien chinesischer Firmen aus ihren Depots, was zu Kursverlusten bei ETFs von KraneShares und iShares führte. Titel chinesischer Konzerne wie Alibaba oder JD.com verzeichneten Kursrückgänge von bis zu 7,5 Prozent.

Auf der Paris Air Show standen die Aktien von Boeing im Fokus der Anleger. Obwohl der US-Flugzeughersteller erste Aufträge vermeldete, blieb er weit hinter den Bestellungen des Konkurrenten Airbus zurück. Die Boeing-Aktien verloren 3,4 Prozent.

Am deutschen Aktienmarkt verzeichnete der DAX den zweiten Tag in Folge Verluste und entfernte sich weiter von seinem erst am Freitag erreichten Rekordhoch von 16.427 Punkten. Der Xetra-Handel endete bei 16.111 Zählern, was einem Tagesverlust von 0,55 Prozent entspricht. Der DAX behauptete jedoch die wichtige psychologische Unterstützungsmarke von 16.000 Punkten.

Im Chemiesektor verursachte Lanxess einen Stimmungsdämpfer, nachdem das Unternehmen eine Gewinnwarnung bekannt gab. Der Spezialchemiekonzern senkte sein Jahresziel für das bereinigte operative Ergebnis aufgrund eines schwächer als erwartet laufenden zweiten Quartals.

Die Börsenteilnehmer verarbeiteten derzeit die jüngste Konsolidierung des deutschen Leitindex nach dem Rekordhoch am vergangenen Freitag. Es werden Gewinnmitnahmen erwartet, während die jüngsten Schwierigkeiten im Chemiesektor eher die Bären in ihrer Meinung bestärken, dass die Gewinndynamik im Jahresverlauf nachlassen wird.

Die Preisauftriebsrate auf Herstellerebene in Deutschland hat sich weiter abgeschwächt. Im Mai stiegen die Produzentenpreise im Jahresvergleich um 1,0 Prozent, der niedrigste Zuwachs seit Januar 2021. Die Erzeugerpreise sind ein wichtiger Indikator für den Trend bei den Verbraucherpreisen, die wiederum den geldpolitischen Kurs der Europäischen Zentralbank maßgeblich beeinflussen.

Der US-Finanzinvestor Silver Lake hat den Weg zur Übernahme der Software AG frei. Der Konkurrent Bain Capital, der ein höheres Angebot für das Darmstädter Unternehmen in Aussicht gestellt hatte, gab seine Ambitionen auf. Die Umbenennung der Deutsche Post DHL Group steht kurz bevor. Ab dem 1. Juli wird der Konzern nur noch DHL Group heißen, da bereits jetzt 90 Prozent des Umsatzes unter der Marke DHL generiert werden.

Der französische Pharmakonzern Sanofi verzeichnete einen positiven Schiedsspruch in Bezug auf eine Klage von Boehringer Ingelheim in den USA. Das Schiedsgericht hat die Klage auf Entschädigung im Zusammenhang mit dem Medikament Zantac abgewiesen, was von Analysten als sehr positiv bewertet wird.

Der Autobauer Renault plant deutliche Kostensenkungen für seine abzuspaltenende Elektrosparte Ampere. Die Kosten auf Fahrzeugbasis sollen um 40 Prozent sinken, und es ist geplant, die Teilevielfalt um 30 Prozent zu reduzieren.

Alibaba, der chinesische Rivale von Amazon, bekommt einen neuen Vorstandschef. Eddie Yongming Wu wird Daniel Zhang ablösen und die Führungsumbildung des Unternehmens leiten. Der Post-Konkurrent Fedex verzeichnete im vierten Geschäftsquartal einen Gewinnrückgang aufgrund einer schwächeren Nachfrage und steigender Kosten. Die Ergebnisse konnten nur teilweise durch Einsparungen ausgeglichen werden.

Der Euro verzeichnete im späten US-Devisenhandel kaum noch Bewegung und hielt sich etwa auf dem Niveau des späten Währungsgeschäfts in Europa. Der Handel verlief ruhig, während der Dollar durch robuste Daten aus der US-Bauwirtschaft gestützt wurde. Der Preis für eine Feinunze Gold sank um rund 0,7 Prozent auf 1937 Dollar.

Die Weltwirtschaft erlebt derzeit turbulente Ereignisse, die sich auf die Finanzmärkte auswirken. Die Anleger beobachten gespannt die Entwicklungen an der Wall Street, an den europäischen Börsen und in China. Die Zinsängste, die Geldpolitik der Zentralbanken und die Unternehmensnachrichten haben einen erheblichen Einfluss auf die Stimmung der Anleger und die Kursbewegungen an den Märkten. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickeln wird und welche Auswirkungen dies auf die globalen Finanzmärkte haben wird.

ZinsenWall StreetGeldpolitik

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.