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Yuan fällt auf tiefsten Stand seit Monaten

Wirtschaftliche Herausforderungen und starker Dollar setzen Chinas Währung unter Druck

Yuan fällt auf tiefsten Stand seit Monaten

Die chinesische Währung Renminbi, auch bekannt als Yuan, hat zum US-Dollar den tiefsten Stand seit 16 Monaten erreicht. Der sogenannte Onshore-Yuan wurde am Mittwoch mit bis zu 7,3317 Yuan je Dollar gehandelt. Die chinesische Zentralbank, die People’s Bank of China (PBoC), setzt täglich einen Referenzkurs, um die Währung in einem Korridor von zwei Prozent gegenüber dem Dollar zu halten. Dennoch steht die Währung unter starkem Abwertungsdruck, und es ist kurzfristig keine Entspannung in Sicht.

Die Unterscheidung zwischen dem Onshore-Yuan, der in China gehandelt wird, und dem Offshore-Yuan, der frei außerhalb Chinas gehandelt werden kann, spielt eine zentrale Rolle. Während die PBoC den Wechselkurs am Mittwoch auf 7,1887 Yuan pro Dollar festlegte, näherte sich der tatsächliche Kurs dem unteren Ende des vorgegebenen Schwankungsbereichs an. Das Ziel der Stabilisierung wird durch wirtschaftliche Herausforderungen erschwert. Zu diesen zählen Deflationsdruck, eine anhaltende Immobilienkrise sowie eine schwache Binnenkonjunktur, die auch den Arbeitsmarkt belastet.

Ein weiterer Faktor für die Schwäche des Yuan ist die Drohung mit hohen Zöllen auf chinesische Importe durch den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Experten gehen davon aus, dass diese Äußerungen die Unsicherheit verstärken und die chinesische Zentralbank zu einer weiteren Abwertung der Währung zwingen könnten. Eine schwache Währung stärkt zwar die Exportfähigkeit Chinas, birgt jedoch das Risiko verstärkter Kapitalabflüsse ins Ausland – ein Szenario, das die chinesische Regierung verhindern will.

Neben der internen Schwäche des Yuan trägt die Stärke des US-Dollars zur aktuellen Lage bei. Der Dollar profitiert von robusten Wirtschaftsdaten in den USA. Bessere Arbeitsmarktdaten und eine starke Geschäftsentwicklung der Dienstleistungsbranche stützen die amerikanische Währung. Der Dollar-Index, ein Maß für die Stärke des Dollars im Vergleich zu anderen Währungen, notierte am Mittwoch bei knapp 109 Punkten und bleibt auf einem historischen Hoch.

Die gegenläufigen Entwicklungen zwischen dem Dollar und anderen Währungen setzen den Yuan weiter unter Druck. Auch der Euro steht aktuell im Verhältnis zum Dollar auf einem der niedrigsten Niveaus seit 2022. Während die US-Konjunktur auf Zinssenkungen verzichten kann, wird in China mit weiteren Stützungsmaßnahmen und einem anhaltend niedrigen Zinsniveau gerechnet. Die wachsende Zinsdifferenz zwischen den beiden Wirtschaftsräumen verstärkt den Druck auf den Yuan zusätzlich.

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