Werewolf Therapeutics streicht 64% der Stellen – Aktie bricht ein
Biotechfirma kündigt drastischen Stellenabbau und Führungswechsel an. CFO und medizinische Leiterin verlassen das Unternehmen.

Die Aktie von Werewolf Therapeutics Inc (NASDAQ:HOWL) verlor am Freitag im nachbörslichen Handel 5,1 Prozent, nachdem das Biotechnologie-Unternehmen einen massiven Personalabbau angekündigt hatte. Der Verwaltungsrat genehmigte am 9. Februar 2026 die Streichung von 64 Prozent aller Arbeitsplätze. Die Maßnahmen sollen bereits bis zum 13. Februar weitgehend umgesetzt sein.
Das Unternehmen begründet den drastischen Schritt mit der Notwendigkeit, die Betriebskosten deutlich zu senken. Im ersten Quartal 2026 rechnet Werewolf mit einer Einmalbelastung von rund 4,1 Millionen US-Dollar für Abfindungen und damit verbundene Kosten. Diese Aufwendungen werden im selben Quartal zahlungswirksam.
Führungswechsel in der Geschäftsleitung
Im Zuge der Umstrukturierung verlassen zwei Schlüsselfiguren das Unternehmen: Finanzvorstand Timothy W. Trost und die medizinische Leiterin Dr. Randi Isaacs treten mit Wirkung zum 13. Februar zurück. Beide erhalten Abfindungspakete in Höhe von neun Monatsgehältern sowie die Fortsetzung ihrer Krankenversicherungsleistungen.
Um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, werden Trost und Isaacs für bis zu sechs Monate als Berater zur Verfügung stehen. Für diese beratende Tätigkeit erhalten sie ein Stundenhonorar von 250 US-Dollar. Die Position des Principal Financial Officer und Principal Accounting Officer übernimmt ab dem 13. Februar Michael Urban, der bisher als Vice President of Finance und Corporate Controller tätig war.
Suche nach strategischen Alternativen
Werewolf Therapeutics befindet sich offenbar in einer schwierigen finanziellen Lage. Das Unternehmen bestätigte, dass es Ende 2025 und Anfang 2026 versucht hatte, Kapital zur Finanzierung des geplanten Geschäftsbetriebs aufzunehmen. Dazu führte man vertrauliche Gespräche mit potenziellen Investoren.
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Zur AktienanalyseAktuell prüft das Management verschiedene Optionen zur Maximierung des Shareholder Value. Im Fokus stehen dabei strategische Partnerschaften für die INDUKINE-Programme WTX-124 und WTX-330. Diese Programme bilden das Kernstück der Produktpipeline von Werewolf Therapeutics.
Die drastischen Sparmaßnahmen und der Führungswechsel signalisieren, dass das Unternehmen unter erheblichem Druck steht. Für Anleger bleibt abzuwarten, ob die Suche nach strategischen Partnern erfolgreich sein wird und welche langfristigen Perspektiven sich daraus für das Biotechnologie-Unternehmen ergeben.


