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Weltbank präsentiert neue Strategie für Kleinstaaten und Inselstaaten

Die Weltbank will kleinen Staaten mit maßgeschneiderten Instrumenten helfen, Arbeitsplätze zu schaffen und private Investitionen anzuziehen.

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Weltbank präsentiert neue Strategie für Kleinstaaten und Inselstaaten

Die Weltbank hat am Freitag eine neue Strategie vorgestellt, die kleinen Inselstaaten und anderen Kleinstaaten gezielt dabei helfen soll, ihre spezifischen wirtschaftlichen Herausforderungen zu bewältigen. Im Mittelpunkt steht die Schaffung von Arbeitsplätzen. Weltbank-Präsident Ajay Banga stellte die Initiative bei einem Treffen von Ministern und Zentralbankgouverneuren aus 50 Kleinstaaten vor, das im Rahmen der IWF- und Weltbank-Frühjahrstagung in Washington stattfand.

Kleinstaaten stehen vor besonderen Hürden: geografische Abgelegenheit, eine schmale wirtschaftliche Basis und eine hohe Anfälligkeit gegenüber externen Schocks machen nachhaltige Entwicklung besonders schwierig. Die Weltbank betont, dass diese Länder überproportional stark von Krisen betroffen sind – wie sich zuletzt während des Krieges im Nahen Osten zeigte, der Tourismuseinnahmen und Handelsströme empfindlich störte.

Fokus auf Energie, Infrastruktur und Kleinunternehmen

Die neue Strategie setzt auf differenzierte Instrumente, um mehr private Investitionen anzuziehen und politische sowie regulatorische Reformen zu fördern. Der Schwerpunkt liegt auf konkreten Bereichen: Gesundheit, bezahlbare Energie, widerstandsfähige Infrastruktur sowie Kleinst- und Kleinunternehmen. Dort sieht die Bank die größten Chancen, Wachstum anzukurbeln und bessere Arbeitsplätze zu schaffen.

Die Verwundbarkeit kleiner Volkswirtschaften verdeutlicht die Bank mit einem eindrücklichen Bild: „Für kleine Unternehmen können ein einzelner Hurrikan, ein plötzlicher Anstieg der Preise für importierte Kraftstoffe oder ein Rückgang des Tourismus die Investitionen und Einnahmen von Monaten innerhalb weniger Tage zunichtemachen", schrieb die Institution in einem begleitenden Blogbeitrag. Diese Fragilität macht passgenaue Unterstützung unerlässlich.

Banga betonte ausdrücklich, dass es sich nicht um einen Einheitsansatz handele: „Dies ist kein Einheitsansatz. Kleinstaaten sind vielfältig, und unsere Unterstützung wird dies widerspiegeln." Er wies zudem darauf hin, dass Projekte in Kleinstaaten bis zu viermal mehr kosten als in größeren Ländern. Die Bank plane daher, ihre Dienstleistungen zu rationalisieren, flexiblere Finanzierungen einzusetzen und Lösungen zu skalieren, um den maximalen Nutzen aus jedem investierten Dollar zu ziehen.

Rekordvolumen und konkrete Projekte bereits angelaufen

Im vergangenen Jahr genehmigte die Weltbankgruppe ein Rekordvolumen von 3,3 Milliarden US-Dollar an neuen Zusagen und Garantien für Kleinstaaten. Damit unterstreicht die Institution ihr wachsendes Engagement für diese oft übersehene Gruppe von Volkswirtschaften.

Einige Projekte sind bereits in der Umsetzung. In Tonga kofinanziert die Weltbank gemeinsam mit der Asiatischen Entwicklungsbank ein Projekt zur städtischen Resilienz – das erste Vorhaben dieser Art im Rahmen eines sogenannten „Mutual Reliance Framework Agreement" zwischen multilateralen Entwicklungsbanken. Banga kündigte an, dass weitere solcher Vereinbarungen geplant seien, darunter eine mit der Interamerikanischen Entwicklungsbank, um den Ansatz auf die Karibik auszuweiten.

Auch die International Finance Corporation (IFC), der Investmentarm der Weltbank, ist aktiv: Sie half bei der Finanzierung des ersten großen Solarprojekts in Botswana, während die Weltbank parallel an einem Batteriespeicherprojekt arbeitet, das die Integration von Solarenergie ins Stromnetz ermöglichen soll. Die Bank beschreibt das Ergebnis als „replizierbares Modell dafür, wie die Mobilisierung privater Finanzmittel Märkte öffnen und Arbeitsplätze schaffen kann."

Bessere Diagnostik für gezieltere Hilfe

Neben den Finanzierungsinstrumenten setzt die Weltbank auch auf verbesserte Analysen. Vertiefte Berichte zur Untersuchung von Hindernissen für Einstellungen im Privatsektor sind derzeit für Barbados, Guinea-Bissau, Lesotho, Mauritius, Samoa und die Seychellen in Arbeit. Diese Diagnosen sollen helfen, die Unterstützung noch gezielter auf die jeweiligen nationalen Gegebenheiten zuzuschneiden und strukturelle Wachstumshemmnisse zu identifizieren.

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