Weinstein scheitert mit Übernahmeversuch bei SpaceX-Trust
Hedgefonds-Aktivist Boaz Weinstein ist mit seinem Versuch gescheitert, die Kontrolle über den Edinburgh Worldwide Investment Trust zu erlangen. Die Aktionäre lehnten seinen Plan, den Verwaltungsrat auszutauschen, deutlich ab.

Der prominente Hedgefonds-Manager Boaz Weinstein hat eine herbe Niederlage im Kampf um einen britischen Investment-Trust einstecken müssen. Die Aktionäre des Edinburgh Worldwide Investment Trust von Baillie Gifford lehnten seinen Versuch, den Verwaltungsrat durch ein eigenes Team zu ersetzen, mit großer Mehrheit ab. Der Trust verfügt über eine wertvolle Beteiligung an SpaceX im Wert von 185 Millionen Dollar.
Begehrte SpaceX-Anteile als Streitobjekt
Das Kronjuwel des Fonds ist eine bedeutende Beteiligung am Raketenunternehmen SpaceX von Elon Musk, das den größten Börsengang der Geschichte vorbereitet. Diese Anteile an dem nicht börsennotierten Unternehmen machen den Trust für Investoren besonders attraktiv. Jonathan Simpson-Dent, Vorsitzender des Trusts, erklärte, die Aktionäre hätten den Vorschlag von Weinsteins Saba Capital Management entschieden zurückgewiesen.
Weinsteins bewährte Strategie
Boaz Weinstein, bekannt geworden durch seinen erfolgreichen Handel gegen den "London Whale" von JPMorgan Chase, spezialisiert sich auf Investment-Trusts und geschlossene Fonds. Diese börsennotierten Vehikel verwalten Portfolios aus Aktien und nicht börsennotierten Beteiligungen und werden häufig mit erheblichen Abschlägen auf ihren Nettoinventarwert gehandelt.
Erfolge in der Vergangenheit
Die Strategie des Hedgefonds-Managers ist bewährt: Er kauft unterbewertete Anteile und drängt auf Veränderungen, um den Aktienkurs zu steigern oder Auszahlungen an Anleger zu ermöglichen. In der Vergangenheit konnte Weinstein damit bereits Erfolge verbuchen, unter anderem gegen den Investmentriesen BlackRock in den USA.
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Zur AktienanalyseKonstruktiver Dialog trotz Niederlage
Trotz der Ablehnung bleibt Saba Capital Management größter Aktionär des Edinburgh Worldwide Investment Trust. Simpson-Dent betonte, man werde weiterhin einen konstruktiven Dialog mit Weinstein anstreben. Der Hedgefonds-Manager selbst hat sich bislang nicht zu der Abstimmungsniederlage geäußert.


