Waymo-Robotaxi erfasst Kind in Schulzone – NHTSA ermittelt
Alphabet-Tochter meldet Vorfall mit leicht verletztem Kind nahe Grundschule in Santa Monica

Ein fahrerloses Fahrzeug der Alphabet-Tochter Waymo hat am 23. Januar in Santa Monica, Kalifornien, ein Kind in der Nähe einer Grundschule angefahren. Das Kind erlitt nach Angaben der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) leichte Verletzungen. Die US-Fahrzeugsicherheitsbehörde hat eine Untersuchung des Vorfalls eingeleitet.
Der Zusammenstoß ereignete sich während der morgendlichen Bringzeiten in einem Umkreis von zwei Häuserblöcken um die Schule. Zum Zeitpunkt des Unfalls befanden sich weitere Kinder, ein Schulweghelfer sowie mehrere in zweiter Reihe geparkte Fahrzeuge in der Nähe. Das Waymo-Fahrzeug war mit dem automatisierten Fahrsystem der 5. Generation unterwegs – ohne menschlichen Sicherheitsfahrer an Bord.
Nach dem Zusammenstoß bei geringer Geschwindigkeit stand das Kind laut Waymo sofort auf und ging zum Bürgersteig. Das Unternehmen setzte umgehend einen Notruf ab. Das Robotaxi hielt an, fuhr an den Straßenrand und verblieb dort, bis die Polizei die Weiterfahrt genehmigte.
Untersuchung prüft Verhalten in Schulzonen
Das Office of Defects Investigations der NHTSA will nun klären, ob das autonome Fahrzeug die gebotene Vorsicht walten ließ. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Verhalten der Waymo-Flotte in Schulzonen während der Bring- und Abholzeiten sowie dem Umgang mit jungen Fußgängern und anderen gefährdeten Verkehrsteilnehmern.
Waymo argumentierte in seiner Stellungnahme, dass ein voll aufmerksamer menschlicher Fahrer in derselben Situation wahrscheinlich ebenfalls Kontakt mit dem Fußgänger aufgenommen hätte – allerdings bei einer höheren Geschwindigkeit von rund 22 Kilometern pro Stunde. Die Untersuchung wird auch analysieren, wie das Unternehmen nach dem Vorfall reagierte.
Weitere Vorfälle belasten Waymo
Nur zwei Tage später, am 25. Januar, war Waymo in Los Angeles in einen weiteren Zwischenfall verwickelt. Ein Zeekr-Fahrzeug raste durch eine Einbahnstraße in einem Wohngebiet nahe des Dodger Stadiums und kollidierte mit mehreren geparkten Autos. In einem der betroffenen Fahrzeuge befand sich eine Person, Verletzungen wurden nicht gemeldet. Das Fahrzeug wurde allerdings von einem menschlichen Spezialisten im manuellen Modus gesteuert.
Waymo sieht sich bereits einer regulatorischen Prüfung bezüglich des Verhaltens seiner Robotaxis in der Nähe von Schulbussen ausgesetzt. Das National Transportation Safety Board (NTSB) leitete am 23. Januar eine Untersuchung ein, nachdem Berichte über Waymo-Fahrzeuge bekannt wurden, die an mehreren Orten illegal an haltenden Schulbussen vorbeifuhren.
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Zur AktienanalyseAustin meldet 19 Vorfälle mit Schulbussen
Der Austin Independent School District hatte zuvor mindestens 19 Vorfälle identifiziert, bei denen Waymo-Fahrzeuge an Schulbussen vorbeifuhren, während Schüler ein- oder ausstiegen. Der Schulbezirk forderte das Unternehmen auf, den Einsatz seiner fahrerlosen Fahrzeuge während der Schulbuszeiten einzustellen, bis die Sicherheitsbedenken ausgeräumt sind.
Die NHTSA untersucht bereits seit längerem die Leistung des Waymo-Systems in der Nähe haltender Schulbusse und dessen Fähigkeit, die Verkehrssicherheitsgesetze einzuhalten. Die aktuellen Vorfälle dürften den Druck auf die Alphabet-Tochter weiter erhöhen, ihre autonome Technologie gerade im sensiblen Umfeld von Schulen nachzubessern.


