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Warner Bros erwägt Wiederaufnahme der Übernahmegespräche mit Paramount Global

Mediengigant prüft nachgebessertes Angebot nach Intervention von aktivistischem Investor – Netflix-Deal steht auf dem Spiel

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Warner Bros erwägt Wiederaufnahme der Übernahmegespräche mit Paramount Global

Warner Bros Discovery könnte die Verkaufsgespräche mit dem Konkurrenten Paramount Global wiederaufnehmen. Wie Bloomberg News unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, erwägt der Verwaltungsrat des Medienkonzerns, das nachgebesserte Angebot von Paramount zu prüfen. Dies könnte die bereits vereinbarte Fusion mit Netflix gefährden.

Die Überlegungen kommen zu einem kritischen Zeitpunkt: Paramount hatte sein ursprüngliches Gebot in der vergangenen Woche deutlich attraktiver gestaltet, ohne jedoch den Preis pro Aktie zu erhöhen. Das Unternehmen bietet Warner Bros-Aktionären nun zusätzliche Anreize, sollte sich der Abschluss verzögern. Zudem erklärt sich Paramount bereit, finanzielle Risiken zu übernehmen, die bisher ein Hindernis darstellten.

Das nachgebesserte Angebot von Paramount sieht vor, dass Aktionäre ab 2027 eine vierteljährliche Bereitstellungsgebühr von 25 Cent pro Aktie erhalten – insgesamt rund 650 Millionen Dollar. Zusätzlich würde Paramount die Trennungsgebühr von 2,8 Milliarden Dollar übernehmen, die Warner Bros an Netflix zahlen müsste, falls der Deal platzt. Der Kaufpreis von 30 Dollar pro Aktie bleibt jedoch unverändert, womit die Transaktion inklusive Schulden mit 108,4 Milliarden Dollar bewertet wird.

Kampf um wertvolle Content-Bibliothek

Im Zentrum des Bieterwettstreits steht Warner Bros' umfangreiche Content-Bibliothek mit wertvollen Franchises wie "Game of Thrones", "Harry Potter" und den DC-Comics-Superhelden Batman und Superman. Diese Assets sind für beide Interessenten – Netflix und Paramount – von strategischer Bedeutung im hart umkämpften Streaming-Markt. Die führenden Film- und Fernsehstudios sowie etablierte Kabelsender wie CNN und TNT machen Warner Bros zu einem begehrten Übernahmeziel.

Der aktivistische Investor Ancora Holdings, der eine Beteiligung von knapp 200 Millionen Dollar aufgebaut hat, übt zusätzlichen Druck auf den Verwaltungsrat aus. Ancora lehnt den Netflix-Deal ab und kritisiert, dass sich das Gremium nicht ausreichend mit dem Paramount-Angebot auseinandergesetzt habe. Diese Intervention könnte nun eine Neubewertung der strategischen Optionen erzwingen.

Entscheidung noch offen

Eine finale Entscheidung des Warner Bros-Verwaltungsrats steht noch aus. Das Gremium könnte auch an der bestehenden Vereinbarung mit Netflix festhalten. Alle beteiligten Unternehmen – Paramount, Warner Bros und Netflix – lehnten eine Stellungnahme zu den Berichten ab. Reuters konnte die Informationen zunächst nicht unabhängig verifizieren. Die kommenden Wochen dürften entscheidend sein für die Zukunft eines der größten Hollywood-Studios.

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