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Wall Street vor weiteren Verlusten: Trump-Rede in Davos im Fokus

Die US-Börsen stehen vor einem schwachen Handelsstart. Nach dem stärksten Ausverkauf seit drei Monaten richten sich alle Blicke auf Präsident Trumps Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos.

Wall Street vor weiteren Verlusten: Trump-Rede in Davos im Fokus

Die Wall Street dürfte am Mittwoch ihre Verluste ausweiten. Alle drei wichtigen US-Indizes schlossen am Dienstag mit Verlusten von knapp 2 Prozent, nachdem Präsident Donald Trump mit neuen Zöllen gegen europäische Verbündete gedroht hatte. Auslöser war seine Forderung nach dem Kauf Grönlands, eines autonomen Gebiets Dänemarks.

Trump-Rede sorgt für Nervosität

Anleger zeigen sich vor Trumps Grundsatzrede beim Weltwirtschaftsforum in Davos nervös. "Der Markt ist angespannt, was Trump sagen könnte, aber im Allgemeinen präsentiert er das Worst-Case-Szenario und rudert dann zu etwas Vernünftigerem zurück", erklärt Gina Martin Adams, Chefmarktstrategin bei HB Wealth. Der Volatilitätsindex CBOE stieg auf 20,78 Punkte, nachdem er am Vortag ein Zweimonatshoch von 20,99 erreicht hatte.

Technologiewerte unter Druck

Besonders hart traf der Ausverkauf US-Megacap-Unternehmen wie Nvidia und Apple. Die Futures deuten auf weitere Verluste hin: Die S&P 500 E-Minis gaben um 0,17 Prozent nach, die Nasdaq 100 E-Minis fielen um 0,30 Prozent und die Dow E-Minis sanken um 0,31 Prozent. In Kombination mit einem schwächeren Dollar und fallenden US-Staatsanleihen belebten die Verluste die Diskussion über den "Sell America"-Handel wieder.

Wichtige Wirtschaftsdaten stehen an

Neben der politischen Unsicherheit wartet eine datenreiche Woche auf die Anleger. Auf der Agenda stehen das BIP für das dritte Quartal, die PMI-Daten für Januar und der Bericht über die persönlichen Konsumausgaben – das bevorzugte Inflationsmaß der Fed. Zudem beginnt die Berichtssaison mit Schwergewichten wie Procter & Gamble und Intel.

Einzelwerte im Fokus

Netflix-Aktien fielen vorbörslich um 7,5 Prozent, nachdem der Streaming-Riese Aktienrückkäufe aussetzte, um den Kauf der Studio- und Streaming-Geschäfte von Warner Bros Discovery zu finanzieren. United Airlines legten dagegen um 3 Prozent zu, gestützt durch einen optimistischen Ausblick. Halliburton kletterte um 2,7 Prozent nach besser als erwarteten Quartalszahlen, während Johnson & Johnson um 2,6 Prozent nachgab.

Politische Unsicherheit belastet

Zusätzliche Unsicherheit bringt die Anhörung vor dem Obersten Gerichtshof zu Trumps Versuch, Fed-Gouverneurin Lisa Cook abzusetzen. Anleger hoffen, dass Trumps Rede in Davos Klarheit über die Position des Weißen Hauses zu Grönland bringt und zeigt, ob sich die Spannungen mit Europa verschärfen oder abkühlen werden.

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