Wall Street Futures fallen nach überraschend starkem Erzeugerpreisanstieg
Höher als erwartete US-Erzeugerpreisdaten im Februar belasten die Märkte und dämpfen Zinssenkungshoffnungen.

Die Futures auf die wichtigsten Wall-Street-Indizes haben am Mittwoch nachgegeben, nachdem neue Inflationsdaten die Anleger aufgeschreckt haben. Der Erzeugerpreisindex (PPI) für Februar stieg auf Jahresbasis um 3,4 Prozent – deutlich stärker als die von Ökonomen erwarteten 2,9 Prozent. Damit rücken Zinssenkungen der US-Notenbank Federal Reserve in weite Ferne.
Besonders alarmierend war der monatliche Anstieg des PPI: Er kletterte um 0,7 Prozent, während Analysten lediglich ein Plus von 0,3 Prozent erwartet hatten. Auch die Kernrate der Erzeugerpreise – ohne die volatilen Komponenten Nahrungsmittel und Energie – überraschte negativ. Sie lag auf Jahresbasis bei 3,9 Prozent gegenüber einer Schätzung von 3,7 Prozent, auf Monatsbasis bei 0,5 Prozent statt der erwarteten 0,3 Prozent.
Marktreaktionen im Überblick
Die negativen Daten schlugen sich unmittelbar in den Futures-Märkten nieder. Gegen 14:36 Uhr MEZ verzeichneten die wichtigsten US-Indizes folgende Verluste:
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur Aktienanalyse- Dow E-minis: minus 115 Punkte oder 0,24 Prozent
- S&P 500 E-minis: minus 15 Punkte oder 0,22 Prozent
- Nasdaq 100 E-minis: minus 47,25 Punkte oder 0,19 Prozent
Für deutsche Anleger sind diese Daten besonders relevant, da stärker als erwartete Inflation in den USA die globalen Kapitalmärkte beeinflusst. Höhere Zinsen in den USA stärken in der Regel den US-Dollar und erhöhen den Renditedruck auf europäische Aktien. Die Hoffnung auf eine baldige Zinswende der Fed schwindet damit weiter.


