Volkswagen kämpft mit Elektromotoren-Engpass
Herausforderungen in der Elektromobilität belasten Produktion und Absatz

Volkswagen kämpft derzeit mit einem Engpass an Elektromotoren, der die Produktion in seinem Werk in Zwickau erheblich beeinträchtigt. Dieses Werk ist VWs einziger Standort, der ausschließlich Elektrofahrzeuge produziert. Aufgrund des Engpasses arbeiten die Mitarbeiter in einer der Fertigungshallen nur noch an drei Tagen pro Woche in verschiedenen Schichten, anstatt an fünf Tagen wie gewohnt.
Die betroffenen Modelle sind der VW ID.4 und ID.5 sowie das Audi-Kompakt-SUV Q4 e-tron, die allesamt in Sachsen gefertigt werden. Die gedrosselte Produktion wird voraussichtlich noch mindestens eine weitere Woche andauern. Um die Auswirkungen auf die Mitarbeiter zu mildern, hat Volkswagen entweder Kurzarbeit angemeldet oder Weiterbildungsmaßnahmen angeboten.
Auch die Volkswagen-Tochter Skoda ist von diesem Engpass betroffen, da die Produktion ihres Elektro-SUV Enyaq ebenfalls gedrosselt ist. Infolgedessen hat Skoda die Produktionszahlen für das Verbrennermodell Octavia erhöht, um die Lücke zu füllen. Dies zeigt die Herausforderungen, die die Autoindustrie derzeit im Bereich der Elektromobilität bewältigen muss.
Der Grund für den Engpass liegt in einem VW-Komponentenwerk in Kassel, wo der neue Hochleistungselektromotor APP550 hergestellt wird. Dieser Motor kommt in verschiedenen Modellen des VW-Konzerns zum Einsatz. Während der Hochlauf der Motorenproduktion Probleme in der Statorenfertigung verursachte, arbeiten die Teams intensiv daran, die Produktion von E-Antrieben zu steigern und die Aufträge der Marken zu erfüllen.
Dieser Elektromotoren-Mangel ist ein weiterer Rückschlag für die Elektromobilität bei Volkswagen, da der Absatz von Elektrofahrzeugen hinter den Erwartungen zurückbleibt. Derzeit fahren nur etwa 8,3 Prozent der im Jahr 2023 im VW-Konzern verkauften Autos elektrisch. Dieser Engpass verschärft die bereits bestehenden Probleme und setzt einen negativen Trend fort.
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Zur AktienanalyseBislang gibt es noch keine spürbaren Auswirkungen auf die Lieferzeiten für Kunden, aber die Wartezeiten für die betroffenen Modelle variieren. Dies könnte auf eine hohe Nachfrage oder zu geringe Produktionskapazitäten hinweisen. Die Situation in Kassel soll voraussichtlich im Sommer gelöst werden, aber genaue Zeitpläne wurden nicht kommentiert.
Ein Standortsymposium bei VW in Kassel im Februar wird voraussichtlich das Thema E-Motoren und die Lösungsansätze ansprechen. Es bleibt abzuwarten, wie Volkswagen diese Herausforderung bewältigen wird, da die Elektromobilität eine Schlüsselrolle in der Zukunft der Autoindustrie spielt.


