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Ver.di-Mitglieder stimmen für unbefristeten Streik

Deutsche Post: Ver.di-Mitglieder stimmen für Streik - Verhandlungen gehen weiter

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Ver.di-Mitglieder stimmen für unbefristeten Streik

Die Mitarbeiter der Deutschen Post haben in einer Urabstimmung für einen unbefristeten Streik gestimmt. Die Gewerkschaft ver.di hatte die Abstimmung angesetzt, nachdem die Tarifverhandlungen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaft im Februar gescheitert waren. Die Forderung von ver.di lautet, dass die Beschäftigten der Sparte Post & Paket Deutschland 15 Prozent mehr Geld erhalten. Das Management der Deutschen Post hält dies für wirtschaftlich nicht machbar und hat ein deutlich geringeres Angebot unterbreitet.

In der Urabstimmung lehnten 85,9 Prozent der Befragten das Tarifangebot der Post ab und sprachen sich für einen unbefristeten Streik aus. Damit wurde das erforderliche Quorum von 75 Prozent deutlich übertroffen. Im Januar und Februar hatte es bereits zeitlich begrenzte Warnstreiks gegeben, die zu verspäteten Lieferungen von Millionen von Sendungen führten. In einem unbefristeten Streik müssten viele Verbraucherinnen und Verbraucher vermutlich noch länger auf Briefe und Pakete warten.

Die Gewerkschaft will die Verhandlungen trotz des klaren Streik-Votums fortsetzen und an den Verhandlungstisch zurückkehren. Das Management der Deutschen Post hält sein Angebot für das finanziell umfangreichste in der Geschichte des Unternehmens und fordert die Gewerkschaft auf, sich zu bewegen und kurzfristig zu einem zustimmungsfähigen und wirtschaftlich tragfähigen Ergebnis zu kommen.

Es wäre der zweite unbefristete Streik bei der Deutschen Post in acht Jahren. 2015 dauerte der Arbeitskampf vier Wochen und kostete den Konzern damals rund 100 Millionen Euro. Ende 2022 waren in der Sparte Post & Paket Deutschland rund 192.000 Menschen beschäftigt, für rund 160.000 gilt der Tarifvertrag von ver.di. Der Rest sind Beamte, außertariflich Beschäftigte und Mitarbeiter, für die andere Tarifverträge gelten. Der Bereich hatte ein schwaches Geschäftsjahr mit sinkendem Gewinn hinter sich, was Firmenangaben zufolge an hohen Kosten für Energie, Transport und Saisonkräfte lag.

Mit dem klaren Streik-Votum sind die Tarif-Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaft deutlich schwieriger geworden. Es bleibt abzuwarten, ob beide Seiten zu einer Einigung kommen und somit einen unbefristeten Streik vermeiden können. Die Kunden der Deutschen Post müssen sich auf mögliche Verzögerungen beim Brief- und Paketversand einstellen.

Deutsche PostStreik ver.di

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