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Siemens emittiert digitale Anleihe auf Blockchain-Basis

Siemens emittiert 60 Millionen Euro schwere Anleihe auf öffentlicher Blockchain

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Siemens emittiert digitale Anleihe auf Blockchain-Basis

Der Technologiekonzern Siemens hat als eines der ersten deutschen Unternehmen eine digitale Anleihe auf Blockchain-Basis emittiert. Die Schuldverschreibung hat ein Volumen von 60 Millionen Euro und eine Laufzeit von einem Jahr. Laut Informationen von "DerTreasurer" handelt es sich dabei um einen Testballon, da es sich um ein vergleichsweise kleines Volumen handelt.

Eine Besonderheit der Anleihe ist, dass Siemens auf eine öffentliche Blockchain setzt, während andere derartige Transaktionen meist auf privaten Blockchains stattfinden. Siemens hat die Anleihe auf der öffentlichen Blockchain Polygon registriert, die auf der Ethereum-Technologie basiert. Das dezentrale Register ermöglicht den Verzicht auf eine papierhafte Globalurkunde und ein zentrales Clearing sowie einen direkten Verkauf an Investoren ohne Zwischenverkauf an Banken. "Mit dem Schritt weg vom Papier hin zu einer Abwicklung des Wertpapiers auf einer öffentlichen Blockchain können wir Transaktionen bedeutend schneller und effizienter als bisherige Anleiheemissionen abwickeln", sagte Finanzvorstand Ralf P. Thomas.

Die Investoren erhalten ihre Anteile als Token in ihre Wallets. Die zentrale Registerstelle, die im Fall des Falles haftet, ist die Privatbank Hauck Aufhäuser Lampe, die laut "Heise" seit 2022 eine vorläufige Genehmigung zur Kryptowertpapier-Registerführung besitzt. Wie Simon Seiter, Head of Digital Assets bei Hauck Aufhäuser Lampe, erklärte, können diese Token auch weiterverkauft werden - jedoch nicht börslich, da dies rechtlich gesehen derzeit noch eine Einlagerung bei einem Zentralverwahrer voraussetze, die bei klassischer Ausgabe von Wertpapieren zum Einsatz kommen.

Die Zahlungsabwicklung erfolgte noch auf herkömmlichem Weg über das Bankkonto, da noch kein digitaler Euro zur Verfügung stand. Die Zinsen werden ebenfalls klassisch in Euro gezahlt. Dennoch sehen die Verantwortlichen bei Siemens die Einführung eines digitalen Euro als absolut notwendig an, um den Anschluss an den internationalen Wettbewerb nicht zu verlieren.

Insgesamt zeigt die Emission der digitalen Anleihe durch Siemens, dass die Blockchain-Technologie auch im Bereich der Finanzierung eine immer größere Rolle spielt. Der Verzicht auf eine zentrale Registerstelle und die Möglichkeit des direkten Verkaufs an Investoren könnten künftig zu schnelleren und effizienteren Transaktionen führen. Es bleibt abzuwarten, welche weiteren Unternehmen in Deutschland derartige Emissionen auf Blockchain-Basis durchführen werden.

SiemensBondsEthereumBlockchainPolygon

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