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USA verdoppeln Metallzölle und provozieren Handelskonflikte

Kanada droht mit Gegenmaßnahmen, EU setzt auf Fortschritte in Verhandlungen

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 USA verdoppeln Metallzölle und provozieren Handelskonflikte

Die jüngste Verdopplung der US-Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte sorgt für Spannungen im Welthandel und setzt internationale Verhandlungen unter Druck. Kanada bereitet mögliche Gegenmaßnahmen vor, während die Europäische Union von Fortschritten in den Gesprächen mit den Vereinigten Staaten berichtet. Die neuen Zölle, die nun bei 50 Prozent liegen, betreffen insbesondere enge Handelspartner wie Kanada und Mexiko. Kanada ist der größte Exporteur beider Metalle in die USA. Präsident Donald Trump hatte bereits im März die ursprüngliche Erhöhung auf 25 Prozent eingeführt, nun folgte die Verdopplung.

Der kanadische Premierminister Mark Carney erklärte vor dem Parlament, dass sein Land bereit sei, im Falle eines Scheiterns der Gespräche mit Washington zu reagieren. Gleichzeitig rief die Gewerkschaft Unifor zu Vergeltungsmaßnahmen auf, und Ontarios Premier Doug Ford warnte vor Nachgiebigkeit gegenüber den USA. Die Trump-Regierung verlangt von ihren Handelspartnern bis Mittwoch konkrete Vorschläge, um zusätzliche Strafzölle auf andere Waren abzuwenden, die ab Juli drohen könnten. Bisher konnte lediglich mit Großbritannien ein vorläufiges Abkommen erzielt werden.

In Paris bezeichneten sowohl der EU-Handelskommissar Maros Sefcovic als auch der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer ihre Gespräche als konstruktiv. Sefcovic zeigte sich zuversichtlich und sprach von greifbaren Fortschritten. Greer betonte die Kooperationsbereitschaft der EU, um zu gegenseitig vorteilhaften Regelungen zu gelangen. Sefcovic äußerte jedoch auch Bedauern über die Verdopplung der Stahlzölle und wies darauf hin, dass die USA und die EU gleichermaßen mit Überkapazitäten im Stahlbereich konfrontiert seien.

Neben den Metallzöllen belasten auch chinesische Exportbeschränkungen für seltene Erden den globalen Handel. In Europa kam es zu Produktionsstopps in der Autozulieferindustrie, während BMW über Engpässe in der Lieferkette berichtete. Präsident Trump bezeichnete den chinesischen Staatschef Xi Jinping als „äußerst schwer in Verhandlungen“, obwohl Gespräche zu Handelsfragen und kritischen Rohstoffen anstehen.

Die neuen US-Zölle betreffen zahlreiche Branchen, von Automobilbau über Flugzeugfertigung bis hin zu Lebensmittelverpackungen. Experten wie Marc Busch und Bernard Yaros rechnen mit einem Rückgang der Investitionen und höheren Produktionskosten. Die Aluminium Association forderte gezielte Maßnahmen gegen unfaire Praktiken, etwa aus China, und Ausnahmen für Partnerländer wie Kanada.

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