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US-Hypothekenzinsen steigen auf 7,17 Prozent – höchster Stand seit 20 Monaten

Die 30-jährige Hypothekenrate klettert auf ein nahezu zweijähriges Hoch und belastet den angespannten Wohnungsmarkt.

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US-Hypothekenzinsen steigen auf 7,17 Prozent – höchster Stand seit 20 Monaten

Die Zinsen für 30-jährige Hypotheken in den USA sind am Montag auf 7,17 Prozent gestiegen – der höchste Stand seit 20 Monaten. Wie aus Daten von Mortgage News Daily hervorgeht, legte die durchschnittliche feste Hypothekenrate um 5 Basispunkte zu. Seit dem letzten Dienstag, dem ersten Handelstag der vergangenen Woche, hat sich die Rate damit um insgesamt 23 Basispunkte erhöht.

Auslöser des jüngsten Anstiegs ist die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe, die am Montag eine wichtige psychologische Marke durchbrach: Sie überschritt die 5-Prozent-Schwelle. Die Rendite der zehnjährigen Treasuries gilt als maßgeblicher Referenzwert für die langfristigen Hypothekenzinsen. Steigt sie, ziehen in der Regel auch die Baufinanzierungskosten nach oben.

Belastung für den ohnehin angespannten Wohnungsmarkt

Der erneute Anstieg der Hypothekenzinsen kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Der US-Wohnungsmarkt leidet bereits seit Monaten unter hohen Finanzierungskosten und einem knappen Angebot an erschwinglichen Immobilien. Potenzielle Käufer werden durch die gestiegenen monatlichen Belastungen zunehmend aus dem Markt gedrängt.

Hinzu kommt: Die US-Notenbank Federal Reserve wird in dieser Woche erwartungsgemäß eine weitere Anhebung des Leitzinses beschließen. Dies dürfte den Druck auf die Hypothekenzinsen zusätzlich erhöhen. Die Fed kämpft weiterhin gegen die hartnäckige Inflation an und hält an ihrem straffen geldpolitischen Kurs fest.

Die 7,17 Prozent für eine 30-jährige Festhypothek bedeuten eine massive Verteuerung der Immobilienfinanzierung im Vergleich zu den historischen Niedrigzinsen der Jahre 2020 und 2021. Damals lagen die Raten zeitweise unter drei Prozent. Für viele Haushalte hat sich die monatliche Rate für eine Neufinanzierung seither mehr als verdoppelt.

Auswirkungen auf den Immobilienmarkt

Die hohen Zinsen bremsen nicht nur die Nachfrage nach Immobilien, sondern halten auch viele Bestandshalter davon ab, ihre Häuser zu verkaufen. Wer in den vergangenen Jahren eine niedrige Hypothekenrate gesichert hat, zögert angesichts der aktuellen Konditionen mit einem Umzug. Dies verschärft das ohnehin geringe Angebot an verfügbaren Immobilien weiter.

Ob die Zinsspitze von 7,17 Prozent bereits den Höhepunkt der aktuellen Bewegung markiert oder weitere Anstiege folgen, hängt maßgeblich von der Entwicklung der Kapitalmarktrenditen und dem weiteren Kurs der Fed ab. Analysten rechnen kurzfristig mit anhaltender Volatilität an den Anleihemärkten.

Für deutsche Anleger sind die Entwicklungen am US-Hypothekenmarkt ebenfalls von Bedeutung. Steigende US-Zinsen wirken sich in der Regel auf die globalen Kapitalmärkte aus und beeinflussen auch die Finanzierungskonditionen in Europa. Ein anhaltend hohes Zinsniveau in den USA könnte zudem den US-Dollar stärken und damit Auswirkungen auf den Devisenmarkt haben.

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