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US-Dollar nahe Einwochenhoch – Nahost-Spannungen belasten Märkte

Eskalierender Nahost-Konflikt und steigende Anleiherenditen stützen den Dollar, während Waffenstillstandshoffnungen die Lage etwas dämpfen.

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US-Dollar nahe Einwochenhoch – Nahost-Spannungen belasten Märkte

Der US-Dollar notierte am Dienstag nahe einem Einwochenhoch, während Anleger weltweit die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten gegen vorsichtige Hoffnungen auf einen Waffenstillstand abwogen. Der US-Dollar-Index gab leicht auf 100,93 nach, nachdem er am Montag den höchsten Stand seit dem 15. Juli erreicht hatte. Die Unsicherheit an den Devisenmärkten spiegelt die angespannte geopolitische Lage wider.

Der Euro festigte sich auf 1,1420 US-Dollar, während das Pfund Sterling um 0,1 Prozent auf 1,3448 Dollar zulegte. Hintergrund des Pfund-Anstiegs war das Versprechen des britischen Premierministers Andy Burnham, die Haushaltsdisziplin zu wahren. Asiatische Währungen bewegten sich derweil in engen Handelsspannen.

Nahost-Konflikt im Fokus der Märkte

Das US Central Command teilte mit, dass es die neunte Nacht in Folge Angriffe auf iranische Kommandozentralen, Raketen- und Drohnenabschussplätze sowie maritime Infrastruktur durchgeführt habe. Zusätzlich kündigten die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien an. Dies löste neue Sorgen über mögliche Störungen der Energielieferungen durch die strategisch wichtige Region aus.

Die Ölpreise schwankten deutlich in der Nähe von Sechswochenhochs, bevor sie nachgaben. Gleichzeitig kursierten Berichte, wonach Vermittler Teheran einen Vorschlag für einen zehntägigen Waffenstillstand unterbreitet hätten. Die Märkte wogen diese Hoffnungen gegen die zunehmenden Bedrohungen für die weltweite Energieversorgung ab – ein Balanceakt, der die Volatilität an den Rohstoff- und Devisenmärkten antreibt.

Hohe US-Anleiherenditen stützen den Dollar

Die Renditen von US-Staatsanleihen verharrten auf hohem Niveau und unterstützten damit den Greenback. Die richtungsweisende 10-jährige Treasury-Rendite bewegte sich um 4,59 Prozent, während die 30-jährigen Renditen über der Marke von 5 Prozent blieben. Anleger prüfen derzeit, ob höhere Ölpreise letztlich die Inflation anheizen und eine Lockerung der Geldpolitik durch die US-Notenbank Federal Reserve verzögern könnten.

Gegenüber dem japanischen Yen veränderte sich das Währungspaar USD/JPY mit 162,53 kaum. Die japanische Währung blieb nahe Mehrjahrestiefs, da die hohen Treasury-Renditen den Dollar weiterhin stützen. Das Paar USD/CNY gab leicht auf 6,7660 Yuan nach, während das Offshore-Paar USD/CNH auf 6,7665 Yuan sank. Händler bewerteten dabei Chinas Entscheidung, die Leitzinsen in dieser Woche unverändert zu lassen, sowie die Erwartung, dass Peking eher auf gezielte fiskalische Unterstützung als auf eine breit angelegte geldpolitische Lockerung setzen wird.

Südkoreanischer Won und Neuseeländischer Dollar im Fokus

Das Paar USD/KRW fiel um 0,1 Prozent auf 1.474,05 Won und setzte damit die jüngste Outperformance des Won fort. Hintergrund sind die am Wochenende angekündigten umfassenden Maßnahmen Südkoreas zur Liberalisierung des Devisenmarktes. Die US-Großbank Citi erklärte, dass der Gegenwind durch Kapitalabflüsse nachzulassen beginne, während stärkere wirtschaftliche Fundamentaldaten und ein marktfreundlicherer Policy-Mix neuen Rückenwind für die Währung erzeugten.

Der Neuseeländische Dollar fiel um 0,4 Prozent auf 0,5860 US-Dollar, nachdem Daten eine Beschleunigung der jährlichen Inflation auf 4,1 Prozent im zweiten Quartal gezeigt hatten – das höchste Tempo seit zweieinhalb Jahren und über den Markterwartungen. Die Verbraucherpreise stiegen im Quartalsvergleich um 1,5 Prozent, was die Erwartungen bestärkte, dass die Reserve Bank of New Zealand die Zinsen auf ihrer Sitzung im September anheben wird.

Wichtige Zentralbankentscheidungen stehen bevor

Das Augenmerk der Märkte richtet sich nun auf eine Reihe bedeutender Zentralbanksitzungen. Am Mittwoch entscheidet die Bank Indonesia über ihren Leitzins – allgemein wird mit unveränderten Zinsen gerechnet. Am Donnerstag folgt die Europäische Zentralbank (EZB), bei der ebenfalls stabile Zinsen erwartet werden.

In der darauffolgenden Woche stehen die Sitzungen der Bank of Japan und der US-Notenbank Federal Reserve im Mittelpunkt. Anleger erhoffen sich weitere Hinweise auf die globalen Zinsaussichten, während die Entscheidungsträger die Inflationsrisiken infolge höherer Energiepreise abwägen müssen. Die Kombination aus geopolitischer Unsicherheit und geldpolitischen Weichenstellungen dürfte die Devisenmärkte in den kommenden Wochen weiter in Bewegung halten.

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