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US-Arbeitsmarkt: Hassett prognostiziert schwächere Jobzahlen

Kevin Hassett, Direktor des National Economic Council, kündigt niedrigere Beschäftigungszahlen für die kommenden Monate an. Der Rückgang sei jedoch kein Warnsignal für die Wirtschaft, sondern Folge demografischer Entwicklungen und steigender Produktivität

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US-Arbeitsmarkt: Hassett prognostiziert schwächere Jobzahlen

Der Direktor des National Economic Council, Kevin Hassett, hat amerikanische Anleger und Beobachter auf schwächere Arbeitsmarktzahlen in den kommenden Monaten eingestimmt. In einem Interview mit CNBC am Montag betonte er jedoch, dass dies kein Grund zur Sorge sei. Vielmehr handele es sich um eine natürliche Entwicklung angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Demografischer Wandel trifft auf Produktivitätssteigerung

Hassett führt die erwarteten niedrigeren Jobzahlen auf zwei wesentliche Faktoren zurück: ein rückläufiges Bevölkerungswachstum und eine gleichzeitig stark steigende Produktivität. "Ich denke, man sollte etwas niedrigere Arbeitsmarktzahlen erwarten, die mit dem derzeit hohen BIP-Wachstum im Einklang stehen", erklärte der Wirtschaftsberater. Er warnte ausdrücklich davor, bei niedrigeren Zahlen in Panik zu verfallen.

Die Kombination aus geringerem Bevölkerungswachstum und höherer Produktivität führe dazu, dass weniger neue Arbeitsplätze geschaffen werden müssen, um das gleiche Wirtschaftswachstum zu erzielen. "Das Bevölkerungswachstum geht zurück und das Produktivitätswachstum schießt in die Höhe", so Hassett.

Januarbericht mit historischen Revisionen erwartet

Für Mittwoch wird der offizielle Arbeitsmarktbericht für Januar erwartet. Analysten prognostizieren die Schaffung von 69.000 neuen Stellen, während die Arbeitslosenquote voraussichtlich bei 4,4 Prozent verharren wird. Besondere Aufmerksamkeit gilt den angekündigten historischen Revisionen, die die zuvor gemeldeten Beschäftigungszahlen bis März 2025 nach unten korrigieren dürften.

Niedrigere Breakeven-Rate als neue Normalität

Ein wichtiger Aspekt der veränderten Arbeitsmarktdynamik ist die sogenannte Breakeven-Rate – jene monatliche Stellenschaffung, die nötig ist, um die Arbeitslosenquote stabil zu halten. Laut Hassett liegt diese Rate mittlerweile "ein ganzes Stück niedriger" als während der Amtszeit von Präsident Biden. Dies bedeutet, dass die US-Wirtschaft mit weniger neu geschaffenen Jobs auskommt, um Vollbeschäftigung zu gewährleisten.

Für deutsche Anleger, die in US-Aktien investiert sind, bedeuten diese Aussagen: Schwächere Arbeitsmarktzahlen sollten nicht automatisch als negatives Signal interpretiert werden. Die strukturellen Veränderungen im US-Arbeitsmarkt erfordern eine differenzierte Betrachtung der monatlichen Beschäftigungsstatistiken.

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