ANZEIGE

US-Aktienrally: Quartalszahlen und Jobdaten im Fokus

Trotz steigender Ölpreise und restriktiver Fed setzen Anleger auf starke Unternehmensgewinne und neue Arbeitsmarktdaten als Kurstreiber.

•• 3 Min
US-Aktienrally: Quartalszahlen und Jobdaten im Fokus

Die wichtigsten US-Aktienindizes beendeten die vergangene Woche auf Rekordniveau – gestützt von einer beeindruckenden Berichtssaison und einer kräftigen Erholung von den Sorgen rund um den Krieg im Nahen Osten. Der S&P 500 legte im April um mehr als 10% zu, der technologielastige Nasdaq Composite sogar um über 15%. Beide Indizes verzeichneten damit ihre größten Monatsgewinne seit 2020.

Für die kommenden Handelstage richten sich die Blicke der Investoren auf mehr als 100 weitere Quartalsberichte aus dem S&P 500 sowie auf den mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktbericht. Die Gewinne im S&P 500 lagen bis Freitag auf Kurs, im ersten Quartal im Jahresvergleich um 27,8% zu wachsen – das wäre die höchste Wachstumsrate seit dem vierten Quartal 2021, wie Tajinder Dhillon von LSEG Data & Analytics erklärte.

„Wir haben auf der einen Seite diese schnell steigenden Gewinne, und auf der anderen Seite haben wir Aufwärtsdruck bei den Ölpreisen und den Anleiherenditen", sagte Angelo Kourkafas, leitender globaler Anlagestratege bei Edward Jones. „Wir haben uns im April stark erholt, daher könnten wir eine Phase der Konsolidierung erleben, während dieses Tauziehen anhält."

Ölpreise und Nahost-Konflikt als Risikofaktoren

Die Aktienmärkte ignorierten in der vergangenen Woche weitgehend den erneuten Anstieg der Ölpreise. Die Referenzsorte Brent Rohöl überschritt die Marke von 120 US-Dollar pro Barrel und erreichte damit ein Vierjahreshoch, bevor sie leicht zurückging. Die Energiemärkte reagieren empfindlich auf Entwicklungen im zweimonatigen Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran, der eine wichtige Ölversorgungsquelle blockiert hat.

Jeff Buchbinder, Chef-Aktienstratege bei LPL Financial, warnte vor den längerfristigen Risiken: „Mit jedem Tag wächst das wirtschaftliche Risiko. Wenn wir in ein oder zwei Monaten hier sitzen und Brent-Rohöl immer noch über 120 Dollar liegt, wir weiterhin eine Blockade haben und vielleicht immer noch Bomben fallen, dann ist das ein ganz anderes Szenario als das, was wir derzeit sehen."

KI-Infrastruktur und Halbleiter dominieren die Berichtssaison

In der abgelaufenen Woche sorgten Megacap-Unternehmen mit Fokus auf künstliche Intelligenz für gemischte Marktreaktionen. Alphabet-Aktien sprangen am Donnerstag kräftig an, nachdem die Google-Muttergesellschaft explosives Wachstum im Cloud-Computing gemeldet hatte. Microsoft und Meta Platforms hingegen gaben nach weniger überzeugenden Ergebnissen nach.

In der kommenden Woche stehen unter anderem Palantir, Walt Disney, McDonald's und Advanced Micro Devices (AMD) im Rampenlicht. Besonders AMD dürfte für Aufmerksamkeit sorgen: Seit Ende März sind die Aktien des Chipherstellers um mehr als 80% gestiegen, der Philadelphia SE Semiconductor Index legte im gleichen Zeitraum um rund 48% zu. „Dies ist die Gruppe, die das Geschehen und den Markt dominiert", sagte Michael O'Rourke, Chef-Marktstratege bei JonesTrading. „Jeder Datenpunkt, den man erhält, wird wirklich wichtig sein."

Arbeitsmarkt und Fed-Politik unter der Lupe

Der Arbeitsmarktbericht für April wird am 8. Mai erwartet. Laut einer Reuters-Umfrage unter Ökonomen soll er ein Plus von 60.000 Stellen ausweisen – ein deutlicher Rückgang gegenüber den 178.000 neu geschaffenen Stellen im März, aber eine Verbesserung gegenüber dem starken Beschäftigungsrückgang im Februar. „Es ist ein langsamer Arbeitsmarkt, aber der Arbeitsmarkt hält sich immer noch wacker", kommentierte Buchbinder.

Parallel dazu zeigten Daten vom Donnerstag, dass das US-Wirtschaftswachstum im ersten Quartal anzog. Der KI-Investitionsboom trug dabei dazu bei, die Unternehmensinvestitionen in Ausrüstung zu steigern.

Die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen durch die US-Notenbank Federal Reserve schwinden derweil zunehmend. Die jüngste Fed-Sitzung offenbarte eine überraschend gespaltene Zentralbank: Drei Vorstandsmitglieder erhoben Einwände gegen Formulierungen in der Grundsatzerklärung, die ihrer Meinung nach Inflationsrisiken nicht ausreichend berücksichtigten und eine Zinserhöhung erforderlich machen könnten. Diese restriktive Wende trieb zusammen mit den steigenden Ölpreisen die Renditen der US-Staatsanleihen auf Einmonatshochs. Die Rendite der viel beachteten 10-jährigen US-Staatsanleihe lag am späten Freitag bei rund 4,38%.

Für Anleger bleibt die Renditeentwicklung ein zentrales Thema. „Die 10-jährige Rendite über 4,5% wird sicherlich die Aufmerksamkeit von mehr Anlegern auf sich ziehen", warnte Kourkafas. „An diesem Punkt könnten Anleger beginnen, Bewertungen zu überdenken und etwas besorgter zu werden." Höhere Anleiherenditen erhöhen die Kreditkosten für Verbraucher und Unternehmen und können damit den Bewertungsdruck auf Aktien verstärken.

Us-AktienmarktS&P 500QuartalszahlenArbeitsmarktberichtÖlpreiseFederal ReserveNasdaqZinssenkung

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  4. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor
  5. Nvidia, Datadog und Goldminen glänzen auf IBD-Bestenlisten

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.