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Ukraine und SpaceX kooperieren gegen russische Starlink-Nutzung bei Drohnenangriffen

Russland setzt Starlink-Terminals in Langstreckendrohnen ein – SpaceX reagiert auf ukrainische Funde

Ukraine und SpaceX kooperieren gegen russische Starlink-Nutzung bei Drohnenangriffen

Die Ukraine hat SpaceX um Hilfe gebeten, nachdem russische Streitkräfte das Starlink-Satellitensystem offenbar zur Steuerung von Angriffsdrohnen nutzen. Verteidigungsminister Mykhailo Fedorov bestätigte am Donnerstag die Zusammenarbeit mit dem US-Unternehmen von Elon Musk. Ukrainische Behörden hatten zuvor Starlink-Terminals in den Trümmern russischer Langstreckendrohnen entdeckt, die bei Angriffen auf zivile Ziele eingesetzt wurden.

Ein ukrainischer Beamter veröffentlichte Bilder von Shahed-Drohnen mit montierten Starlink-Geräten. Diese Drohnen wurden mutmaßlich bei einem Angriff auf einen Passagierzug am Dienstag eingesetzt, bei dem fünf Menschen starben. Kiew wertet den Vorfall als terroristischen Akt. Die Terminals ermöglichen eine stabile Kommunikation, die sich nicht durch elektronische Kriegsführung stören lässt.

"Wir sind SpaceX-Präsidentin Gwynne Shotwell und Elon Musk persönlich für die schnelle Reaktion dankbar", schrieb Fedorov auf Telegram. Er betonte, dass westliche Technologie der demokratischen Welt dienen müsse und nicht für Terrorismus missbraucht werden dürfe. SpaceX äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen.

Hunderte Fälle dokumentiert

Serhiy Beskrestnov, Berater des Verteidigungsministers, spricht von "Hunderten" Fällen, in denen russische Drohnen mit Starlink-Ausrüstung die Ukraine angegriffen hätten. Das in den USA ansässige Institute for the Study of War berichtet von entsprechenden Einsätzen seit September 2024. Die Terminals bieten den Vorteil, dass sie weder durch Störsender unterdrückt noch von Aufklärungsgeräten geortet werden können.

SpaceX hatte im Februar 2024 erklärt, weder an Russland zu verkaufen noch mit der russischen Regierung oder deren Militär Geschäfte zu machen. Das Unternehmen stellte der Ukraine den Starlink-Dienst 2022 nach Beginn der russischen Invasion kostenlos zur Verfügung. Seither ist das ukrainische Militär auf Zehntausende Terminals für die Schlachtfeldkommunikation und Drohnensteuerung angewiesen.

Technische Überlegenheit als Problem

Die Komplexität des Problems liegt in der technischen Überlegenheit von Starlink. Beskrestnov erklärte, dass nur SpaceX selbst die missbräuchliche Nutzung unterbinden könne, da herkömmliche Abwehrmaßnahmen wirkungslos seien. Wie genau Russland an die Terminals gelangt, bleibt unklar. Experten vermuten den Bezug über Drittländer oder den Schwarzmarkt.

Trotz früherer Meinungsverschiedenheiten zwischen Musk und ukrainischen Behörden über den Krieg bleibt Starlink ein unverzichtbares Werkzeug für die ukrainische Verteidigung. Die schnelle Reaktion von SpaceX auf die aktuellen Vorwürfe deutet auf eine fortgesetzte Unterstützung der Ukraine hin.

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