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UBS bleibt neutral für britische Aktien: FTSE 100 am Limit

Das Schweizer Brokerhaus UBS behält seine neutrale Einschätzung für britische Aktien bei. Nach einem starken Jahr 2025 mit 22% Kursgewinn sieht UBS kaum Spielraum für weitere Bewertungssteigerungen beim FTSE 100.

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UBS bleibt neutral für britische Aktien: FTSE 100 am Limit

Das Schweizer Brokerhaus UBS hält an seiner neutralen Einschätzung für britische Aktien fest. Nach einem bemerkenswerten Jahr 2025, in dem der FTSE 100 eine Kursrendite von 22% erzielte, warnen die Analysten vor überzogenen Erwartungen. Künftige Gewinne müssten aus echtem Gewinnwachstum stammen – nicht aus einer weiteren Bewertungsexpansion.

Der britische Leitindex legte 2025 trotz langsamen Wirtschaftswachstums, hartnäckiger Inflation und straffer Geldpolitik deutlich zu. Doch die Kursgewinne verteilten sich extrem ungleich: Fast alle Renditen stammten von nur 25 Unternehmen im Index. Diese ungewöhnlich enge Marktbreite wurde hauptsächlich durch unternehmensspezifische Faktoren getrieben, wie das UBS Chief Investment Office in einer aktuellen Mitteilung erläutert.

Bewertung erreicht oberes Ende der Spanne

Der FTSE 100 notiert aktuell beim 13,3-fachen des erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnisses (KGV). Dies entspricht einem Aufschlag von 9% gegenüber dem 20-Jahres-Durchschnitt. "Angesichts der weiterhin erhöhten Anleiherenditen bleibt wenig Spielraum für eine weitere Multiplikatorausweitung", erklärt Matthew Gilman, CIO Equity Strategist bei UBS.

Für Dezember 2026 setzt UBS ein Basisszenario-Ziel von 10.500 Punkten für den FTSE 100 fest, ausgehend von 10.150 Punkten am 21. Januar. Diese Prognose basiert auf einem erwarteten Gewinnwachstum von 5% im Jahr 2026 und 15% im Jahr 2027, unterstützt durch sich verbessernde globale Wirtschaftsaussichten.

Sektorale Gewinner des Jahres 2025

Bankaktien verzeichneten deutliche Bewertungsaufschläge, da sich die Gewinne stabil entwickelten. Pharmaunternehmen erholten sich nach mehr Klarheit über die US-Gesundheitspolitik. Besonders stark performten Rüstungsaktien, nachdem Europas Verteidigungsbedarf verstärkt in den Fokus rückte. Bergbauunternehmen profitierten von Preissteigerungen bei Gold, Silber und Kupfer und erzielten überdurchschnittliche Gewinne.

Strukturelle Herausforderungen bleiben bestehen

Die UBS erwartet für 2026 keine Wiederholung dieser außergewöhnlichen Kursgewinne. Die Schweizer Analysten gehen davon aus, dass die Aktienrenditen künftig wahrscheinlich hinter dem Gewinnwachstum zurückbleiben werden. Der britische Markt sieht sich strukturellem Gegenwind ausgesetzt, da die längerfristigen Wachstumsaussichten durch die geringe Beteiligung an wichtigen globalen Trends wie Künstlicher Intelligenz gedämpft werden.

Für Anleger bedeutet dies: Nach einem starken Jahr 2025 sollten die Erwartungen für britische Aktien moderater ausfallen. Der Fokus liegt nun auf fundamentalem Gewinnwachstum statt auf weiteren Bewertungssprüngen.

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