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Tyson Foods steigert Gewinn durch starke Hähnchen-Nachfrage trotz Rindfleisch-Verlusten

Fleischkonzern profitiert von Verbraucherwechsel zu günstigerem Geflügel während Rindfleischpreise Rekordhöhen erreichen

Tyson Foods steigert Gewinn durch starke Hähnchen-Nachfrage trotz Rindfleisch-Verlusten

Tyson Foods hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 die Gewinnerwartungen der Analysten übertroffen. Der US-Fleischkonzern profitierte dabei von einer gestiegenen Nachfrage nach Hähnchenfleisch, während Verbraucher aufgrund rekordhoher Rindfleischpreise zunehmend auf günstigere Alternativen umsteigen. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 97 Cent über den Erwartungen von 94 Cent.

Der Nettoumsatz des in Arkansas ansässigen Unternehmens stieg im Quartal zum 27. Dezember um 5,1 Prozent auf 14,31 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die durchschnittliche Analystenschätzung von 14,09 Milliarden Dollar. Die Aktien gaben im vorbörslichen Handel dennoch leicht nach.

Die positive Entwicklung wird maßgeblich durch die Hähnchensparte getragen, deren Umsätze um 3,7 Prozent zulegten. Das bereinigte Betriebsergebnis des Segments sank allerdings von 471 Millionen Dollar im Vorjahr auf 459 Millionen Dollar. Dennoch bleibt Geflügel das Zugpferd des Konzerns in einem herausfordernden Marktumfeld.

Dürre treibt Rindfleischpreise auf Rekordniveau

Die Rindfleischpreise sind stark gestiegen, nachdem Viehzüchter die US-Rinderherde aufgrund einer anhaltenden Dürre drastisch reduzierten. Die Trockenheit vernichtete Weideflächen und trieb die Futterkosten in die Höhe. Laut US-Landwirtschaftsministerium schrumpfte die Herde zum 1. Januar auf den niedrigsten Stand seit 75 Jahren.

Die Einzelhandelspreise für Rinderhackfleisch erreichten im Dezember einen Rekordwert von 6,69 Dollar pro Pfund – ein Anstieg von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Gegensatz dazu lagen die Preise für Hähnchenkeulen bei nur 1,73 Dollar pro Pfund, etwa 3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Diese Preisschere veranlasste viele Verbraucher zum Umstieg auf Geflügel.

Tyson musste für den Ankauf von Schlachtvieh deutlich höhere Kosten tragen. Die Viehkosten stiegen im ersten Quartal um etwa 850 Millionen Dollar im Vergleich zum Vorjahr. Im Rindfleischgeschäft sanken die Verkaufsvolumina um 7,3 Prozent, während die Preise um 17,2 Prozent in die Höhe schnellten.

Rindfleischsparte schreibt Verluste

Die Rindfleischsparte meldete einen bereinigten Betriebsverlust von 143 Millionen Dollar, verglichen mit einem Gewinn von 6 Millionen Dollar im Vorjahr. Tyson revidierte die Verlustprognose für das Rindfleischgeschäft im Geschäftsjahr 2026 auf 250 bis 500 Millionen Dollar, eine Verbesserung gegenüber der vorherigen Prognose von 400 bis 600 Millionen Dollar.

Als Reaktion auf die schwierige Lage kündigte der Konzern Kapazitätsanpassungen an. Ein großes Rindfleischwerk in Lexington, Nebraska, wird geschlossen, während der Betrieb in einem Werk in Amarillo, Texas, reduziert wird. Diese Maßnahmen sollen die Kostenstruktur verbessern.

Optimistische Jahresprognose

Trotz der Herausforderungen im Rindfleischgeschäft zeigte sich Tyson Foods optimistisch für das Gesamtjahr. Das Unternehmen erwartet für das Geschäftsjahr 2026 ein bereinigtes Betriebsergebnis zwischen 1,65 und 1,90 Milliarden Dollar. Dies entspricht einer deutlichen Steigerung gegenüber der vorherigen Prognose von 1,25 bis 1,5 Milliarden Dollar und unterstreicht das Vertrauen des Managements in die Geschäftsentwicklung.

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