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Turbulente Zeiten an den Finanzmärkten

Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

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Turbulente Zeiten an den Finanzmärkten

Die Aussicht auf anhaltend hohe Zinsen hat die Anlegerstimmung getrübt, was sich insbesondere am deutschen Aktienmarkt bemerkbar machte. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat zwar den Leitzins unverändert gelassen, aber ihre geldpolitische Strategie nicht grundlegend geändert. Dies hat zu Verlusten an den US-Börsen geführt und den DAX belastet, der um 1,33 Prozent auf 15.571 Punkte fiel.

Die US-Aktienmärkte reagierten ebenfalls negativ auf die Zinssignale, wobei Technologieaktien besonders betroffen waren. Am Rentenmarkt stiegen die Renditen der zehnjährigen Bundesanleihe auf 2,75 Prozent, den höchsten Stand seit 2011. In den USA sind die Rentenrenditen mit 5,14 Prozent für zweijährige und 4,48 Prozent für zehnjährige Anleihen sogar noch höher, was sie zu einer attraktiven Alternative zum Aktienmarkt macht.

Die jüngsten Daten vom US-Arbeitsmarkt zeigen eine robuste Entwicklung, da die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend gesunken sind. Dies hat zusätzliche Zinssorgen an den Märkten geschürt. Mehrere Notenbanken weltweit haben geldpolitische Entscheidungen getroffen, wobei Zinserhöhungen im Raum stehen. Die Bank of England hat jedoch überraschend ihre Zinserhöhungsreihe gestoppt.

Der Euro hat nach anfänglichen Verlusten zugelegt, wird jedoch durch den stärkeren Dollar belastet. Die Verbraucherstimmung in der Euro-Zone hat sich im September stärker als erwartet verschlechtert, was hauptsächlich auf die hohen Lebenshaltungskosten zurückzuführen ist.

In den USA hat der Anstieg der Hypothekenzinsen den Immobilienmarkt beeinflusst, wobei die Preise für bestehende Häuser weiter gestiegen sind, obwohl weniger Immobilien verkauft wurden. Die Ölpreise sind weiterhin hoch, was Inflationsängste schürt. Hauptgrund für die hohen Ölpreise ist das knappe Angebot von großen Förderländern und die robuste Nachfrage aus Ländern wie den USA und China.

Die deutschen Exporte außerhalb der EU sind im August gesunken, was auf die geringere Nachfrage aus den USA und China zurückzuführen ist. Der Chemiekonzern Bayer steht in den USA vor einer weiteren Klage wegen der Chemikalie PCB, investiert jedoch auch in neue Produktionsstätten für Verhütungsmittel.

In der Unternehmenswelt hat der österreichische Möbelriese XXXLutz den Online-Möbelhändler Home24 von der Börse genommen. RWE plant den Bau eines großen Batteriespeichers in den Niederlanden. Volkswagen hält an der Montage von Autos in der Gläsernen Manufaktur fest, während der Netzwerkspezialist Cisco plant, den Datenspezialisten Splunk zu übernehmen.

Abschließend hat der Logistik-Konzern Fedex im letzten Quartal mehr Gewinn erzielt, obwohl der Umsatz gesunken ist. Dies ist auf Kostensenkungen und höhere Preise zurückzuführen.

AktienBörse

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