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Tupperware feiert Comeback in Europa

Investor Meston setzt auf neue Produkte und modernisierte Tupperpartys

Tupperware feiert Comeback in Europa

Die Insolvenz schien das Ende einer Ära einzuläuten, doch nun bekommt die Kultmarke Tupperware eine zweite Chance. Nachdem das Unternehmen im vergangenen Jahr sowohl in den USA als auch in Deutschland Insolvenz anmeldete, ist mit der Übernahme der französischen Sparte durch den Investor Cédric Meston ein Neuanfang eingeleitet worden. Der französische Unternehmer bestätigte, dass das Insolvenzverfahren für Tupperware France abgeschlossen ist und ein Gericht den Sanierungsplan genehmigt hat. Damit rückt eine Rückkehr der Marke in Europa in greifbare Nähe.

Meston kündigte an, den Vertrieb in Frankreich, Deutschland, Belgien, Italien und Polen wiederzubeleben. Rund 20.000 selbstständige Verkaufsberater sollen dabei erneut in das Geschäft einsteigen. Der Investor setzt dabei auf eine modernisierte Form des klassischen Tupperparty-Modells, das über Jahrzehnte hinweg das Fundament der Marke war. Parallel dazu wurde die Unternehmensstruktur neu aufgebaut, inklusive Logistik und Vertriebsinstrumenten. Auch die Produktpalette wurde erweitert: Neben den bekannten Kunststoffboxen sollen künftig Behälter aus Edelstahl, Glas und recyceltem Kunststoff angeboten werden.

Die Vergangenheit des Konzerns war von Krisen geprägt. Schon 2020 und 2023 stand Tupperware kurz vor der Pleite, mehrfache Führungswechsel konnten die Entwicklung nicht aufhalten. Vor allem der wachsende Onlinehandel und die starke Konkurrenz im Haushaltssegment setzten dem auf Direktvertrieb spezialisierten Unternehmen zu. Dabei hatte Tupperware jahrzehntelang auf ein globales Netzwerk von Hunderttausenden unabhängigen Verkäufern gesetzt, das nun wiederbelebt werden soll.

Meston formulierte ehrgeizige Ziele: Als CEO strebt er einen Umsatz von 100 Millionen Euro bis Jahresende an. Für ihn sei es nicht nur eine Rückkehr, sondern ein langfristig angelegter Neuanfang. Seine unternehmerische Erfahrung bringt er unter anderem aus der Gründung des französischen Start-ups Happyvore mit, einem der führenden Anbieter für Fleischersatzprodukte. Seine Karriere begann er bei der Unternehmensberatung McKinsey, 2021 wurde er von Forbes zu einer der 30 einflussreichsten Persönlichkeiten in Frankreich gewählt.

Die Erfolgsgeschichte von Tupperware reicht weit zurück. Bereits 1962 fand in Deutschland die erste Tupperparty statt, ein Jahr nachdem der Konzern begonnen hatte, auch in Europa zu produzieren. Deutschland entwickelte sich zwischenzeitlich zum wichtigsten Markt des Unternehmens, und die bunten Frischhalteboxen wurden zu einem festen Bestandteil vieler Haushalte. Nun will der neue Eigentümer an diese Tradition anknüpfen und die Marke im europäischen Markt wieder fest verankern.

TupperwareInsolvenz Übernahme

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