ANZEIGE

Trump-Zölle erschüttern Asiens Börsen: Nikkei und KOSPI brechen ein

Neue US-Importzölle auf 60 Handelspartner treffen Asiens Exportnationen hart – Japan verliert 3,2 Prozent, Südkorea sogar 5,8 Prozent.

•• 3 Min
Trump-Zölle erschüttern Asiens Börsen: Nikkei und KOSPI brechen ein

Asiatische Aktienmärkte haben am Freitag deutliche Verluste verzeichnet. Auslöser war das Inkrafttreten neuer US-Importzölle von Präsident Donald Trump gegenüber 60 Handelspartnern weltweit. Die Maßnahmen ersetzen die bislang geltenden temporären Abgaben von 10 Prozent, die über Nacht ausgelaufen waren, und decken nahezu alle US-Importe ab – mit Ausnahmen für Öl, Gas und bestimmte Lebensmittel.

Besonders hart traf es Japan und Südkorea. Der japanische Nikkei 225 brach um 3,2 Prozent ein und weitete damit seine Verluste die dritte Woche in Folge aus. Noch deutlicher fiel der Rückgang beim südkoreanischen KOSPI aus: Der Leitindex verlor 5,8 Prozent und drohte damit, die im Wochenverlauf erzielten Gewinne vollständig wieder abzugeben. Beide Länder sehen sich unter dem neuen Zollregime Washingtons effektiven Zollsätzen von 10 bis 12,5 Prozent gegenüber.

Auch andere Märkte in der Region gaben nach. Der Hang Seng in Hongkong und der festlandchinesische Shanghai Shenzhen CSI 300 verloren jeweils 1,3 Prozent. Australiens S&P/ASX 200 gab um 1,0 Prozent nach, während Singapurs STI um 0,5 Prozent fiel.

Technologiesektor und Ölpreise belasten zusätzlich

Neben den Zollsorgen belasteten auch schwache US-Technologiequartalszahlen die Stimmung. Ein massiver Ausverkauf bei Alphabet und Tesla nach deren Geschäftsberichten hatte Sorgen über eskalierende Ausgaben für Künstliche Intelligenz neu entfacht. Südkoreanische Chiphersteller folgten der Schwäche ihrer US-Pendants, was den KOSPI-Rückgang zusätzlich verstärkte. Intel sorgte zwar nach optimistischen Quartalsergebnissen für eine gewisse Unterstützung, die Gewinne blieben jedoch begrenzt. Die Nasdaq-100-Futures stiegen um 0,3 Prozent, die S&P-500-Futures legten um 0,1 Prozent zu.

Gleichzeitig hielt sich Rohöl der Sorte Brent über 100 US-Dollar pro Barrel. Angriffe der von Iran unterstützten Huthi-Rebellen auf saudi-arabische Öltanker im Roten Meer schürten Sorgen über Versorgungsunterbrechungen im Nahen Osten. Erneute US-Angriffe auf den Iran sowie Drohungen von Präsident Trump mit weiteren militärischen Maßnahmen verstärkten die Angst vor einer weiteren Eskalation. Investoren wägen das Risiko anhaltender Störungen auf wichtigen Energietransportwegen ab, was die Inflationssorgen neu entfacht hat.

Japan und Südkorea im Fokus

In Japan erfolgte der Rückgang trotz Daten, die zeigten, dass die Kerninflation im Juni anzog – jedoch weiterhin unter dem Zielwert der Bank of Japan von 2 Prozent blieb. Dies stützt die Erwartung, dass die japanischen Währungshüter bei weiteren Zinserhöhungen vorsichtig vorgehen werden. Südkorea hatte sich Anfang der Woche noch nach stärker als erwartet ausgefallenen BIP-Daten für das zweite Quartal erholt – diese Gewinne drohen nun vollständig zunichtgemacht zu werden.

China zeigte sich vergleichsweise widerstandsfähig. Trotz der Verluste am Freitag blieb der CSI 300 auf Kurs, eine vierwöchige Verlustserie zu beenden, und stieg im Wochenvergleich um rund 3,2 Prozent. Staatlich gestützte Käufe haben in den vergangenen Wochen dazu beigetragen, Festlandaktien zu stützen und den Markt gegen die allgemeine regionale Schwäche abzufedern.

Chinas Politbüro im Blick

Die Anleger positionieren sich bereits für die Politbüro-Sitzung in der kommenden Woche. Erwartet wird, dass die politischen Entscheidungsträger nach schwächeren Wirtschaftsdaten für das zweite Quartal zusätzliche Maßnahmen zur Wachstumsförderung vorstellen. Samuel Tse, Ökonom bei DBS, erklärte, dass die Märkte bei der Sitzung auf eine stärkere politische Unterstützung für Beschäftigung und privaten Konsum achten werden sowie auf weitere Details zur langfristigen Konsumstrategie Chinas im Rahmen des 15. Fünfjahresplans.

Australiens ASX 200 blieb unterdessen trotz stärkerer Arbeitsmarktdaten in seiner breiten Handelsspanne zwischen 8.500 und 9.000 Punkten gefangen. Die exportorientierten Volkswirtschaften Asiens stehen damit vor einem schwierigen Umfeld, in dem Handelspolitik, Energiepreise und geopolitische Spannungen gleichzeitig auf die Märkte einwirken.

Trump Zölle AsienNikkei VerlusteKospi AusverkaufAsiatische BörsenUs ImportzölleHandelskrieg AsienBrent Ölpreis

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  4. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor
  5. Nvidia, Datadog und Goldminen glänzen auf IBD-Bestenlisten

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.