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US-Börsen unter Druck: Ölpreise und Renditen belasten Nasdaq

Steigende Ölpreise und ausbrechende US-Anleiherenditen sorgten am Donnerstag für deutliche Abverkäufe an den amerikanischen Aktienmärkten.

US-Börsen unter Druck: Ölpreise und Renditen belasten Nasdaq

Der amerikanische Aktienmarkt geriet am Donnerstag unter erheblichen Druck. Steigende Ölpreise und ausbrechende Renditen bei US-Staatsanleihen lösten Abverkäufe aus und belasteten vor allem den technologielastigen Nasdaq spürbar.

Besonders hart traf es den Nasdaq, der im Tagesverlauf die Tiefststände vom Juni unterschritt. Damit sendete der Index ein technisch negatives Signal, das Anleger aufhorchen ließ. Auch der Google-Mutterkonzern Alphabet (GOOGL) sowie Tesla standen im Fokus der Marktteilnehmer und verzeichneten Kursverluste.

Futures zeigen sich stabil – Intel mit nachbörslichem Lichtblick

Nach dem turbulenten Handelstag präsentierten sich die Futures über Nacht vergleichsweise ruhig. Die Dow-Jones-Futures und die S&P-500-Futures zeigten sich kaum verändert, während die Nasdaq-Futures leicht nachgaben. Ein Zeichen dafür, dass die Märkte vorerst keine weitere Eskalation einpreisten.

Für einen positiven Akzent sorgte Intel nachbörslich: Der Chiphersteller veröffentlichte seine Geschäftszahlen und legte im nachbörslichen Handel zu. Auch MaxLinear und Comfort Systems standen mit ihren Quartalsergebnissen im Rampenlicht und zogen die Aufmerksamkeit der Investoren auf sich.

Doppelte Belastung durch Öl und Anleihen

Die Kombination aus steigenden Ölpreisen und höheren Anleiherenditen ist für Aktienmärkte besonders ungünstig. Höhere Ölpreise befeuern Inflationssorgen, während steigende Renditen die Attraktivität von Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren verringern. Für Wachstumswerte wie Technologieaktien ist dieses Umfeld besonders belastend, da ihre zukünftigen Gewinne bei höheren Zinsen stärker abgezinst werden.

Für deutsche Anleger, die in US-Technologiewerte investiert sind, ist die Entwicklung des Nasdaq ein wichtiger Indikator. Das Unterschreiten der Juni-Tiefststände kann als technisches Warnsignal gewertet werden und deutet auf eine mögliche Fortsetzung des Abwärtstrends hin.

SpaceX Starship erneut verschoben

Abseits des Börsengeschehens sorgte auch eine Meldung aus der Raumfahrtbranche für Aufmerksamkeit: Ein geplanter Start des SpaceX Starship wurde erneut verschoben. Details zu den Gründen der Verschiebung wurden nicht genannt. Das Starship-Programm von Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX gilt als eines der ambitioniertesten Raumfahrtprojekte der Gegenwart und wird von Investoren und der Öffentlichkeit gleichermaßen aufmerksam verfolgt.

Insgesamt bleibt das Marktumfeld für Anleger herausfordernd. Die Kombination aus makroökonomischen Belastungsfaktoren wie Ölpreisen und Anleiherenditen sowie gemischten Unternehmensergebnissen dürfte die Volatilität an den US-Börsen in den kommenden Handelstagen erhöht halten. Anleger sollten die Entwicklung der Renditen und Rohstoffpreise weiterhin genau im Blick behalten.

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