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Trump-Xi-Gipfel und KI-Boom bewegen die US-Märkte

US-Futures steigen leicht: KI-Optimismus, Cisco-Restrukturierung und das Treffen zwischen Trump und Xi dominieren das Marktgeschehen.

Trump-Xi-Gipfel und KI-Boom bewegen die US-Märkte

Die US-Aktienfutures zeigen sich am Donnerstag freundlich. Bis 03:40 Uhr ET (07:40 Uhr GMT) legte der Dow-Future um 176 Punkte oder 0,4 % zu, der S&P 500-Future stieg um 18 Punkte oder 0,2 %, und der Nasdaq 100-Future kletterte um 144 Punkte oder 0,5 %. Treiber sind der anhaltende Enthusiasmus rund um Künstliche Intelligenz sowie Erwartungen an das Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping.

Am Vortag hatte der S&P 500 ein neues Allzeithoch erreicht, während der technologielastige Nasdaq Composite um 1,2 % zulegte. Der Dow Jones Industrial Average blieb mit einem Minus von 0,1 % das Schlusslicht der großen US-Indizes.

Nvidia und KI-Chips im Fokus

Ein zentrales Thema bleibt der Zugang chinesischer Unternehmen zu Nvidias KI-Chips. Die USA haben laut Reuters etwa zehn chinesischen Firmen den Kauf des H200 – Nvidias zweitstärkstem KI-Chip – genehmigt, wobei eine tatsächliche Auslieferung noch aussteht. Nvidia-CEO Jensen Huang begleitet Trump auf der China-Reise, was Spekulationen anheizt, dass ein Durchbruch beim Verkauf des H200 in China erzielt werden könnte.

Die Analysten von Vital Knowledge weisen jedoch auf eine differenzierte Marktlage hin. Zwar stiegen viele Chip-Aktien nach der Nachricht über Huangs Teilnahme an der Reise, doch Software- und Dienstleistungsunternehmen seien „nicht zu den jüngsten Tech-Bachanale eingeladen" worden. Die zugrunde liegende Kursentwicklung sei „bei weitem nicht so robust" gewesen, wie der gleichgewichtete S&P-Index zeige.

Trump und Xi: Erste Gesprächsrunde abgeschlossen

Beim zweitägigen Gipfel haben Trump und Xi ihre erste Gesprächsrunde beendet. Xi erklärte gegenüber staatlichen Medien, dass insbesondere die Handelsverhandlungen Fortschritte machten. Gleichzeitig warnte er, dass der Widerstand der USA in der Taiwan-Frage die bilateralen Beziehungen belasten könnte.

Die Märkte warten gespannt auf mögliche Ankündigungen zum Iran-Krieg. Einige Analysten vermuten, dass Trump versuchen könnte, China – einen der wichtigsten Importeure von iranischem Öl – als Garanten für ein dauerhaftes Friedensabkommen zu gewinnen. Ob Peking eine solche Rolle übernehmen möchte, bleibt offen.

Ölpreise über 100 Dollar – Straße von Hormus gesperrt

Die Ölpreise notieren über 100 US-Dollar pro Barrel. Hintergrund ist die anhaltende Sperrung der Straße von Hormus, einer strategisch wichtigen Wasserstraße vor der Südküste des Irans, durch die rund ein Fünftel der weltweiten Ölströme fließt. Die Strategen von ING merkten an, dass Händler „gespannt auf das Ergebnis des Treffens zwischen Trump und Xi warten und darauf, ob es positive Ergebnisse in Bezug auf den Iran-Krieg bringen könnte."

Die über den Erwartungen liegenden US-Erzeugerpreisdaten – bereits der zweite höhere Inflationsdatensatz innerhalb von zwei Tagen – wurden von den Märkten weitgehend ignoriert. Die Analysten von Vital Knowledge erklären dies so: „Die Aktienbullen taten den PPI einfach als eine Funktion des Irans ab. Da der Konsens weiterhin ein Abkommen mit Teheran erwartet, geht man davon aus, dass sich die Inflation abkühlen wird, sobald dieser Deal zustande kommt."

Cisco mit starkem Kursanstieg nach Restrukturierung

Abseits der geopolitischen Themen sorgt Cisco Systems für Aufmerksamkeit. Die Aktie des Netzwerkausrüsters legt deutlich zu, nachdem das Unternehmen einen umfassenden Restrukturierungsplan vorgestellt hat. Details zu den geplanten Maßnahmen gehen aus den vorliegenden Informationen nicht hervor, doch der Markt reagiert positiv auf die strategische Neuausrichtung.

Ebenfalls bemerkenswert: Kevin Warsh wurde als neuer Vorsitzender der US-Notenbank Federal Reserve bestätigt. Die Personalie dürfte die Geldpolitik der Fed in den kommenden Jahren maßgeblich prägen und bleibt ein wichtiger Faktor für die Finanzmärkte.

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