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Trump will Türkei Rückkehr ins F-35-Programm ermöglichen

Laut New York Times plant US-Präsident Trump, Erdogan beim NATO-Gipfel in Ankara die Wiederaufnahme in das F-35-Programm anzubieten.

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Trump will Türkei Rückkehr ins F-35-Programm ermöglichen

US-Präsident Donald Trump plant, der Türkei die Rückkehr in das F-35-Tarnkappenjäger-Programm zu gestatten. Dies berichtete die New York Times am Montag unter Berufung auf vier hochrangige Regierungsbeamte. Trump reist zu einem NATO-Gipfel nach Ankara, der am Dienstagabend beginnen soll, und wird dort mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zusammentreffen.

Die Beamten erklärten gegenüber der New York Times, dass innerhalb der US-Regierung Uneinigkeit darüber bestehe, wie Trump die parlamentarischen und rechtlichen Hürden umgehen wolle. Angedeutet wurde jedoch, dass die beiden Staatschefs Briefe zu dieser Angelegenheit austauschen könnten. Eine konkrete Lösung für die bestehenden gesetzlichen Blockaden ist damit noch nicht in Sicht.

Hintergrund: S-400-Kauf als Auslöser des Konflikts

Die Vereinigten Staaten hatten die Türkei im Jahr 2019 aus dem F-35-Programm ausgeschlossen und Sanktionen verhängt, nachdem Ankara das russische Luftabwehrsystem S-400 erworben hatte. Diese Entscheidung belastete die Beziehungen zwischen Washington und Ankara erheblich und verringerte die Unterstützung für die Türkei im US-Kongress. Der Erwerb des russischen Systems wurde von amerikanischer Seite als sicherheitspolitisches Risiko eingestuft.

Der US-Kongress verabschiedete in der Folge Gesetze, die den Verkauf von F-35-Jets an die Türkei ausdrücklich blockieren, solange das Land im Besitz der S-400-Systeme bleibt. Abgeordnete führten dabei Sicherheitsbedenken an, wonach das russische Luftabwehrsystem die in den USA hergestellten Kampfflugzeuge gefährden könnte. Diese gesetzlichen Hürden stellen das zentrale Hindernis für eine Wiederaufnahme der Türkei in das Programm dar.

Annäherung unter Trump: Triebwerksverkauf als erstes Signal

Trotz der anhaltenden Unstimmigkeiten haben sich die Beziehungen zwischen der Türkei und den Vereinigten Staaten während Trumps Präsidentschaft spürbar verbessert. Im vergangenen Monat übermittelte die Trump-Regierung dem Kongress eine formelle Mitteilung über Pläne zum Verkauf von Dutzenden von Triebwerken an die Türkei im Wert von mehr als 700 Millionen US-Dollar, wie Reuters berichtete. Dieser Schritt wurde bereits als Signal einer möglichen Annäherung in der Rüstungsfrage gewertet.

Der F-35 Lightning II gilt als eines der modernsten Kampfflugzeuge der Welt und ist das Herzstück der NATO-Luftstreitkräfte mehrerer Mitgliedsstaaten. Die Türkei war ursprünglich als Produktionspartner und Käufer in das milliardenschwere Programm eingebunden. Ein Wiedereinstieg Ankaras würde sowohl strategische als auch wirtschaftliche Bedeutung für das transatlantische Bündnis haben.

Die Entwicklung wird von Beobachtern genau verfolgt, da sie das Verhältnis zwischen den NATO-Partnern USA und Türkei nachhaltig prägen könnte. Offen bleibt, wie Trump die bestehenden Kongressgesetze umgehen will – und ob Erdogan im Gegenzug Zugeständnisse beim Thema S-400 machen wird.

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