ANZEIGE

Trump verspricht erneut 5.000-Dollar-Schecks vor den Zwischenwahlen

Der US-Präsident wirbt für laufende Bundeszahlungen und erneuert ein großes Versprechen – abhängig von der republikanischen Mehrheit.

•• 4 Min
Trump verspricht erneut 5.000-Dollar-Schecks vor den Zwischenwahlen

US-Präsident Donald Trump wirbt kurz vor dem Wahltag für zwei bereits laufende Bundeszahlungsprogramme und erneuert zugleich ein weit größeres Versprechen in Höhe von 5.000 Dollar. Dieses ist jedoch daran geknüpft, dass die Republikaner im November die Kontrolle über den Kongress behalten. Die Bargeldangebote fallen in die Endphase eines Wahlkampfs zur Halbzeitwahl, der maßgeblich von Bedenken hinsichtlich der Preise und der Wirtschaft geprägt ist.

Konkret kündigte Trump am Freitag einmalige Zahlungen in Höhe von 90 Dollar an 20,8 Millionen Medicare-Empfänger an. Einen Tag später belebte er ein früheres Versprechen wieder, jedem erwachsenen US-Bürger 5.000 Dollar zu gewähren – allerdings nur dann, wenn die Republikaner im November die Kontrolle über den Kongress behalten. „Wenn die Republikaner das Repräsentantenhaus und den Senat bei den Halbzeitwahlen 2026 gewinnen, werde ich allen erwachsenen Bürgern der Vereinigten Staaten von Amerika 5.000 Dollar geben“, sagte Trump in einem am Samstag veröffentlichten Video-Post auf Truth Social.

Der Präsident hatte eine ähnliche Zusage bereits im vergangenen Monat auf der ersten Halbzeitwahlkonferenz des Republican National Committee in Dallas gemacht. Details dazu, wer die Zahlungen autorisieren würde und woher das Geld stammen soll, lieferte Trump bislang nicht. Vorausgegangen waren die Aussagen zur Auszahlung von Obamacare-Rückerstattungs-Schecks in Höhe von 500 Dollar, die letzte Woche an rund 950.000 Personen gingen, die nicht subventionierte Versicherungen über den bundesweiten Markt abgeschlossen hatten.

90 Dollar für Medicare-Part-B-Versicherte

Die Zahlungen in Höhe von 90 Dollar an bestimmte berechtigte Medicare-Part-B-Versicherte sollen diesen Monat eintreffen und werden durch den Medicare Improvement Fund finanziert. Die Obamacare-Zahlungen in Höhe von 500 Dollar werden bereits an bestimmte Vollpreis-Kunden von HealthCare.gov verteilt.

Eine Analyse von Reuters ergab, dass 71 Prozent des Obamacare-Geldes – also 339 Millionen Dollar – an Bewohner von 13 Staaten fließt, in denen einige der wettbewerbsintensivsten Senats- und Gouverneurswahlen des Landes stattfinden. Die Berechtigung hängt dabei vom Versicherungsstatus und nicht vom Abstimmungsverhalten ab.

Zusammengefasst handelt es sich um eine Flut direkter Bargeldangebote, während die Republikaner in die Endphase eines Wahlkampfs eintreten, der maßgeblich von Preissorgen und wirtschaftlichen Fragen bestimmt wird. Das als „Trump-Dividende“ bezeichnete Versprechen in Höhe von 5.000 Dollar bleibt jedoch lediglich eine Ankündigung. Trump hält sich mit Details äußerst zurück, insbesondere hinsichtlich der Herkunft des Geldes und der Frage, wer dies genehmigen müsste.

Kosten von rund 1,2 Billionen Dollar

Die Ausgabe von 5.000 Dollar an jeden erwachsenen Bürger würde etwa 1,2 Billionen Dollar kosten und die Zustimmung des Kongresses erfordern. Einige Republikaner haben zudem Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf das Defizit und die Inflation geäußert. Der Abgeordnete David Schweikert (R-Ariz.) sagte gegenüber Reuters im vergangenen Monat, er werde „alles, was in seinem Herzen und seiner Seele liegt“, einsetzen, um den Vorschlag zu stoppen, und warnte, dass dieser die Zinssätze weiter in die Höhe treiben könnte. Der Abgeordnete Jamie Raskin (D-Md.) bezeichnete den Plan in einem Interview mit CNN am 10. September als „politische Bestechung“ und erklärte, der Kongress kontrolliere die Bundesausgaben. Das Weiße Haus sowie die Büros von Schweikert und Raskin antworteten nicht umgehend auf Anfragen nach einer Stellungnahme.

Umfragen deuten darauf hin, dass die Idee kein sicherer politischer Gewinn ist. Eine Umfrage von Rasmussen Reports ergab, dass sich die potenziellen Wähler im Wesentlichen spalteten, mit 47 Prozent zu 48 Prozent für beziehungsweise gegen den Vorschlag. Nur 15 Prozent gaben an, dass dies ihre Stimme beeinflussen würde. Eine Umfrage der Marquette Law School in Wisconsin ergab, dass 70 Prozent den Zahlungen ablehnend gegenüberstanden, während eine Economist/YouGov-Umfrage zeigte, dass 57 Prozent der registrierten Wähler bezweifelten, dass Trump sie tatsächlich ausgeben würde, selbst wenn die Republikaner den Kongress behalten würden.

Eine lange Geschichte unerfüllter Versprechen

In der Vergangenheit hat Trump mehrere Versprechen abgegeben, Bargeldzahlungen an Amerikaner zu senden – und diese nicht eingelöst. Im Februar 2025 schlug die Trump-Verwaltung einen „DOGE-Dividenden“-Scheck in Höhe von 5.000 Dollar vor und behauptete, das Geld stamme aus Einsparungen durch die Kürzungen, die von der nun aufgelösten, von Elon Musk geleiteten „Department of Government Efficiency“ umgesetzt wurden. Diese Zahlungen kamen niemals zustande. Im November schlug Trump zudem eine reziproke, tarif-finanzierte Dividendenzahlung von mindestens 2.000 Dollar pro Person vor. Der Oberste Gerichtshof kippte die Zölle im Februar dieses Jahres, und es wurden niemals Schecks ausgestellt.

Das Muster, direkt an Wähler Bargeldzahlungen anzubieten, reicht bis in Trumps erste Amtszeit zurück. Sechs Wochen vor der Wahl 2020 versprach Trump 33 Millionen Medicare-Empfängern 200 Dollar für verschreibungspflichtige Medikamentenkarten „in den kommenden Wochen“ – aber die Karten wurden nie versendet. Trotzdem lieferte die Trump-Verwaltung im vergangenen Jahr eine „Warrior Dividend“ in Höhe von 1.776 Dollar an rund 1,5 Millionen Dienstmitglieder, und der Kongress genehmigte Pandemie-Stimulus-Zahlungen während seiner ersten Amtszeit.

Für deutsche Anleger sind die Vorgänge vor allem mit Blick auf die US-Fiskalpolitik relevant. Sollten derartige Direktzahlungen tatsächlich umgesetzt werden, drohten höhere Defizite und ein zusätzlicher Inflationsdruck – Faktoren, die wiederum die Zinspolitik der Federal Reserve und damit auch die Kapitalmärkte beeinflussen könnten.

Trump 5000 Dollar ScheckZwischenwahlen Usa 2026Trump DividendeMedicare ZahlungenObamacare RückerstattungUs FiskalpolitikInflation UsaRepublikaner Kongress

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.