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Trump bringt eigene Kryptowährung auf den Markt

Meme-Coin „$Trump“ sorgt für Kursexplosionen und ethische Debatten in der Kryptobranche

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Trump bringt eigene Kryptowährung auf den Markt

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat mit der Einführung des Meme-Coins „$Trump“ die Kryptomärkte erheblich bewegt. Die Ankündigung des digitalen Tokens führte zu einem Anstieg der Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen, insbesondere des Bitcoin, der am Montag zeitweise einen neuen Rekordwert von 109.115 US-Dollar erreichte. Auch andere digitale Währungen wie Ether und Ripple verzeichneten deutliche Kursgewinne.

Trump, der einst als skeptisch gegenüber Kryptowährungen galt, hat sich inzwischen als deren Befürworter positioniert. Im Wahlkampf versprach er weniger Regulierung für die Branche und stellte die Idee einer nationalen Bitcoin-Reserve vor, die sich an den bestehenden Reserven für Öl und Gold orientieren soll. Der Marktanalyst Timo Emden sieht in der Einführung des „$Trump“-Coins ein klares Zeichen der Unterstützung für die Kryptoindustrie.

Meme-Coins wie „$Trump“ basieren nicht auf einer besonderen technologischen Grundlage, sondern leben von der Nachfrage einer treuen Online-Community. Bekannte Beispiele dieser Art sind „Dogecoin“ und „Shiba Inu“. Der frühere Technologievorstand der Kryptobörse Coinbase, Balaj Srinivasan, warnte jedoch auf der Plattform X vor den Risiken solcher spekulativen Anlagen. Meme-Coins seien eine „Nullsummenlotterie“, bei der Gewinne und Verluste sich ausgleichen und langfristig vor allem späte Investoren Verluste hinnehmen müssten.

Trump kündigte die Einführung seines Coins auf Truth Social und X mit den Worten „Habt Spaß!“ an. Die Marktkapitalisierung erreichte am Wochenende zeitweise 15 Milliarden US-Dollar. Der Preis pro Coin kletterte auf bis zu 75 Dollar, nachdem er ursprünglich für weniger als ein Zehntel dieses Wertes in den Handel ging. Aktuell notiert der Kurs bei etwa 55 Dollar. Analysten sehen in der Kursentwicklung Anzeichen einer spekulativen Blase.

Die Herausgabe des „$Trump“-Coins wirft zudem ethische und regulatorische Fragen auf. Der unabhängige Kryptoanalyst Justin D’Anethan sieht darin eine problematische Vermischung von Politik, Profit und Einflussnahme. Technisch basiert der Coin auf der Solana-Blockchain, und zunächst wurden 200 Millionen Einheiten ausgegeben. In den kommenden drei Jahren sollen weitere 800 Millionen folgen.

Von der Gesamtmenge der Coins stehen zehn Prozent der Öffentlichkeit zur Verfügung, weitere zehn Prozent werden in liquiden Mitteln gehalten. Der Großteil der Tokens verbleibt bei zwei Unternehmen, die zum Trump-Netzwerk gehören: „CIC Digital“ und „Fight Fight Fight“. Die Namensgebung der letzteren Organisation sowie das Logo des Coins nehmen Bezug auf das Attentat auf Trump im Juli des Vorjahres.

Laut der offiziellen Website des Projekts soll der Coin nicht als Investitionsobjekt betrachtet werden, sondern vielmehr als Symbol für die Werte und Überzeugungen, die Trump repräsentiere. Die genaue finanzielle Beteiligung Trumps an dem Projekt bleibt unklar. Bekannt ist jedoch, dass er in der Vergangenheit bereits mit dem Verkauf digitaler Sammelkarten an seine Anhänger erhebliche Einnahmen erzielt hat.

Parallel zu Trumps Kryptowährung hat auch seine Frau Melania einen eigenen Meme-Coin unter dem Namen „$MELANIA“ herausgegeben. Dieser erreichte am Montag eine Marktkapitalisierung von rund zwei Milliarden Dollar. Analysten zufolge führte dies zu einem Rückgang des „$Trump“-Coins, da Anleger vermehrt auf das neue Angebot ausweichen.

Trump unterhält zudem wirtschaftliche Verbindungen zur Kryptobranche. Das Cyberwährungsnetzwerk Tron, das für seine schnellen und kostengünstigen Transaktionen bekannt ist, hat sich bei World Liberty Financial eingekauft. Dieses Unternehmen gehört dem Milliardär Steve Witkoff, der künftig als Nahost-Beauftragter der US-Regierung fungieren soll. Trump hält an dem Unternehmen Anteile und profitiert von dessen Einnahmen.

KryptowährungenBitcoinDonald Trump

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