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Trump beantragt 152 Millionen Dollar für Alcatraz-Wiedereröffnung als Gefängnis

Das Weiße Haus fordert Haushaltsmittel, um die legendäre Gefängnisinsel in der Bucht von San Francisco zu reaktivieren.

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Trump beantragt 152 Millionen Dollar für Alcatraz-Wiedereröffnung als Gefängnis

Das Weiße Haus hat am Freitag offiziell 152 Millionen US-Dollar beantragt, um die ehemalige Gefängnisinsel Alcatraz wieder in Betrieb zu nehmen. Die Mittel sind im Haushaltsentwurf für das Fiskaljahr 2027 enthalten und sollen die Kosten des ersten Jahres für den Wiederaufbau der legendären Anlage decken. Damit setzt die Trump-Regierung einen Plan um, den Präsident Donald Trump bereits im Mai des vergangenen Jahres via soziale Medien angekündigt hatte.

Der Haushaltsentwurf sieht vor, dass die Bundesgefängnisbehörde (Bureau of Prisons) die Mittel erhält, um Alcatraz zu einer „hochmodernen Hochsicherheits-Strafanstalt" umzubauen. Trump hatte damals erklärt, er werde das Bureau of Prisons, das US-Justizministerium und weitere Behörden anweisen, „ein erheblich vergrößertes und neu aufgebautes ALCATRAZ wiederzueröffnen, um Amerikas rücksichtsloseste und gewalttätigste Straftäter unterzubringen". Solche Ausgabenanträge gelten im US-Kongress traditionell als Vorschläge und müssen von den Abgeordneten erst bewilligt werden.

Historisches Hochsicherheitsgefängnis mit berühmten Insassen

Alcatraz wurde 1934 eröffnet und galt aufgrund seiner Lage auf einer Insel in der Bucht von San Francisco als das sicherste Gefängnis der Vereinigten Staaten. Die eiskalten Gewässer und starken Strömungen rund um die Insel machten Fluchtversuche nahezu unmöglich. Offiziell wurden keine erfolgreichen Ausbrüche verzeichnet – jedoch sind fünf Gefangene als „vermisst und mutmaßlich ertrunken" in den Akten gelistet.

Zu den berühmtesten Insassen des Gefängnisses zählten der Gangsterboss Al Capone sowie James „Whitey" Bulger, einer der meistgesuchten Kriminellen der US-Geschichte. Die dramatische Geschichte des Gefängnisses hat Alcatraz bis heute zu einem der bekanntesten und meistbesuchten Touristenziele der USA gemacht, das jährlich Millionen von Besuchern anzieht.

Schließung wegen hoher Betriebskosten – nun soll es zurückkommen

1969 wurde Alcatraz geschlossen – nicht wegen Sicherheitsproblemen, sondern wegen der enormen Betriebskosten. Laut der Website des Bureau of Prisons war der Betrieb der Inselanlage fast dreimal so teuer wie der eines jeden anderen Bundesgefängnisses. Seitdem steht die Insel unter der Verwaltung des National Park Service und ist als Teil des Golden Gate National Recreation Area für Touristen zugänglich.

Die erneute Inbetriebnahme würde nicht nur massive Investitionen erfordern, sondern auch eine Neuausrichtung der Verwaltungszuständigkeiten bedeuten. Kritiker bezweifeln die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit des Projekts, da die strukturellen Herausforderungen einer Gefängnisinsel – Versorgung, Logistik und Instandhaltung – die Betriebskosten erneut in die Höhe treiben dürften. Befürworter hingegen sehen in Alcatraz ein symbolisch starkes Signal für eine härtere Kriminalpolitik.

Für deutsche Beobachter ist das Vorhaben vor allem als Ausdruck der politischen Prioritäten der Trump-Regierung im Bereich innere Sicherheit und Strafvollzug zu werten. Ob der Kongress die beantragten 152 Millionen Dollar tatsächlich bewilligen wird, bleibt abzuwarten – die finale Entscheidung über den Bundeshaushalt liegt beim US-Parlament.

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