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Tower Semiconductor: KI-Chip-Verträge über 1,3 Milliarden Dollar gesichert

Der israelische Auftragsfertiger übertrifft Erwartungen und profitiert massiv von der wachsenden KI-Infrastrukturnachfrage.

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Tower Semiconductor: KI-Chip-Verträge über 1,3 Milliarden Dollar gesichert

Tower Semiconductor hat am Mittwoch eine optimistische Umsatzprognose für das zweite Quartal vorgelegt und gleichzeitig Silicon-Photonics-Verträge im Wert von 1,3 Milliarden Dollar für das Jahr 2027 bekanntgegeben. Die Chips nutzen Licht zur Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung in Rechenzentren für Künstliche Intelligenz. Die Nachricht ließ die in den USA notierten Aktien des Unternehmens im frühen Handel um über 17 Prozent steigen.

Der israelische Auftragsfertiger erwartet für das zweite Quartal einen Umsatz von 455 Millionen Dollar. Das liegt deutlich über der durchschnittlichen Analystenschätzung von 436,4 Millionen Dollar, wie aus Daten des Finanzdienstleisters LSEG hervorgeht. Treiber dieser starken Prognose ist die anhaltend hohe Nachfrage nach Analog- und Mixed-Signal-Prozessoren, die von steigenden Investitionen in Rechenzentren und KI-Infrastruktur profitiert.

Bereits im ersten Quartal zeigte Tower Semiconductor eine beeindruckende Entwicklung: Der Umsatz stieg um 15 Prozent auf 414 Millionen Dollar und übertraf damit die Analystenschätzungen von 411 Millionen Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 65 Cent – deutlich über den erwarteten 56 Cent.

Silicon Photonics als Wachstumsmotor

Im Zentrum der Wachstumsstrategie stehen Silicon-Photonics-Chips, die in modernen KI-Rechenzentren eine Schlüsselrolle spielen. Diese Technologie ermöglicht die Übertragung von Daten mittels Licht statt elektrischer Signale und bietet damit erhebliche Geschwindigkeits- und Effizienzvorteile. Tower Semiconductor hat für diese Chips bereits Vorauszahlungen von Kunden in Höhe von 290 Millionen Dollar erhalten, um Produktionskapazitäten zu sichern.

Darüber hinaus haben Kunden bereits größere Aufträge für das Jahr 2028 zugesagt, wobei weitere Vorauszahlungen bis Januar 2027 fällig werden. Dies unterstreicht das langfristige Vertrauen der Abnehmer in die Fertigungskapazitäten des Unternehmens.

CEO Russell Ellwanger zeigte sich entsprechend zuversichtlich: „Wir sind zuversichtlich, unsere Finanzziele von 2,8 Milliarden Dollar beim Jahresumsatz und 750 Millionen Dollar beim Nettogewinn im Jahr 2028 zu erreichen." Diese Aussage verdeutlicht den ambitionierten Wachstumskurs, den Tower Semiconductor eingeschlagen hat.

Breites Produktportfolio und rechtliche Herausforderungen

Tower Semiconductor ist nicht ausschließlich auf KI-Anwendungen ausgerichtet. Die vom Unternehmen entwickelten integrierten Schaltkreise kommen in einer Vielzahl von Branchen zum Einsatz – darunter Automobilindustrie, Industrie, Unterhaltungselektronik und Kommunikationstechnik. Diese Diversifikation verschafft dem Unternehmen eine breite Kundenbasis und reduziert die Abhängigkeit von einzelnen Märkten.

Allerdings sieht sich Tower Semiconductor auch mit rechtlichen Herausforderungen konfrontiert. Im März reichte der Konkurrent GlobalFoundries eine Klage gegen das israelische Unternehmen ein. GlobalFoundries wirft Tower vor, elf Patente im Zusammenhang mit der Fertigung von Chips für Smartphones und andere Elektronikgeräte verletzt zu haben. Der Ausgang dieses Rechtsstreits bleibt abzuwarten und könnte das Unternehmen künftig belasten.

Für Anleger bleibt Tower Semiconductor dennoch ein interessanter Wert im Bereich der Halbleiterfertigung. Die Kombination aus starken Quartalszahlen, langfristigen Kundenverträgen und dem klaren Bekenntnis zum KI-Infrastrukturmarkt zeichnet ein positives Bild – trotz des laufenden Patentstreits mit GlobalFoundries.

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