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Todesstoß für North Stream 2

Betreiberfirma meldet Konkurs an und entlässt alle Mitarbeiter

Todesstoß für North Stream 2

Das in der Schweiz ansässige Unternehmen, das hinter der Nord Stream 2-Pipeline steht, hat Konkurs angemeldet und alle 106 Mitarbeiter entlassen. Dies bestätigte ein lokaler Beamter gegenüber dem Schweizer Radiosender SRF.

Warum das wichtig ist: Nord Stream 2 wird seit langem als ein vom Kreml beeinflusstes Projekt angesehen, das die Energieabhängigkeit Europas von Russland erhöhen würde, und war eines der ersten Ziele der westlichen Sanktionen, die durch Wladimir Putins Einmarsch in der Ukraine ausgelöst wurden.

Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz erklärte am vergangenen Dienstag, dass die Zertifizierung der 11 Milliarden Dollar teuren Erdgaspipeline ausgesetzt werde - einen Tag, nachdem Putin russische Truppen zu einer "friedenserhaltenden" Mission in die Ostukraine beordert hatte. Die Pipeline ist bereits fertig gebaut, aber das Gas hat noch nicht begonnen zu fließen. Die USA hoben daraufhin die Aufhebung der Sanktionen gegen die Nord Stream 2 AG und ihre leitenden Angestellten auf und versetzten damit einem Projekt den Todesstoß, das Präsident Biden und dem transatlantischen Bündnis große Kopfschmerzen bereitet hatte.

Was sie sagen: "Nach den jüngsten geopolitischen Entwicklungen, die zur Verhängung von US-Sanktionen gegen die Nord Stream 2 AG führten, musste das Unternehmen die Verträge mit seinen Mitarbeitern kündigen. Wir bedauern diese Entwicklung sehr", teilte die Nord Stream 2 AG - eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der russischen Gazprom - in einer Erklärung gegenüber Reuters mit.

Zwischen den Zeilen: Während der Westen und private Unternehmen Russland wegen seines unprovozierten Angriffs auf die Ukraine vollständig isolieren, hat der ehemalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder - der Vorstandsvorsitzende der Nord Stream 2 AG - seine lukrativen Beziehungen zu russischen Energieriesen noch nicht gekappt.

Nord Stream Olaf Scholz

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