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Thyssenkrupp plant Börsengang der Materialsparte Materials Services bis 2026

Konzernumbau unter CEO Lopez: Werkstoffhandelssparte mit 11,4 Milliarden Euro Umsatz könnte im Herbst an die Börse gehen.

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Thyssenkrupp plant Börsengang der Materialsparte Materials Services bis 2026

Thyssenkrupp erwägt einem Medienbericht zufolge die Abspaltung seiner Materialhandelssparte Materials Services (MX) über einen Börsengang bereits im Herbst dieses Jahres. Die Division, die mehr als ein Drittel des Konzernumsatzes erwirtschaftet, erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 11,4 Milliarden Euro (13,5 Milliarden Dollar). Dies berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Die Aktie des Essener Industriekonzerns reagierte positiv auf die Nachricht und legte um bis zu 4,2 Prozent zu. Um 12:57 Uhr GMT notierte das Papier noch mit einem Plus von 3,6 Prozent. Thyssenkrupp bestätigte gegenüber Reuters, dass Materials Services "gut auf Kurs" sei, um kapitalmarktfähig zu werden. Das Unternehmen hatte bereits zuvor erklärt, eine eigenständige Lösung für den Geschäftsbereich anzustreben.

Weiterer Schritt im Konzernumbau

Die Überlegungen zur Zukunft von Materials Services markieren einen weiteren Meilenstein in der strategischen Neuausrichtung des Traditionskonzerns unter CEO Miguel Lopez. Nachdem die Rüstungssparte bereits ausgegliedert wurde und die Verhandlungen über einen Verkauf der Stahlsparte weiterhin laufen, würde eine Abspaltung von MX den Umbau des Konzerns entscheidend vorantreiben.

Materials Services handelt mit Metallen und anderen Rohstoffen und beliefert Kunden aus verschiedenen Branchen – von der Automobilindustrie bis hin zu Herstellern von Chemieanlagen. Über den genauen Zeitpunkt der potenziellen Veräußerung und die mögliche Änderung der Rechtsform wurde bislang nicht öffentlich berichtet.

Voraussetzungen für erfolgreiche Abspaltung

Insider zufolge ist eine wesentliche Bedingung für eine erfolgreiche Veräußerung, dass die Sparte ihre operative Performance weiter verbessert und ihre Kapitalmarktfähigkeit unter Beweis stellt. Die Entscheidung für einen möglichen Börsengang im Herbst würde Thyssenkrupp zusätzliche finanzielle Flexibilität verschaffen und den Fokus auf die verbleibenden Kerngeschäfte schärfen.

Der Konzernumbau bei Thyssenkrupp ist Teil einer umfassenden Strategie, um die einzelnen Geschäftsbereiche zu stärken und ihnen mehr unternehmerische Freiheit zu geben. Die Materials-Services-Sparte gilt dabei als einer der stabileren Bereiche im Portfolio des Industriekonzerns.

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